La Palma 2017 – Vulkane ohne Nebel

Heute ist strahlendes Wetter und die Cumbre auf ihrer ganzen Länge wolkenfrei, weshalb wir beschließen, die abgebrochene Wanderung von vorgestern auf der Vulkanroute zu wiederholen.

Der Waldbrand vom Vorjahr hat hier oben ziemlich gewütet, auch die alte Kiefer, auf deren krummem Ast wir immer gerastet hatten, hat stark gelitten…

Trotz wolkenlosem Himmel ist Teneriffa am Horizont hinter dem Lavasee nur zu erahnen…

Da heute Samstag ist, sind keine Wandergruppen unterwegs und es fühlt sich zumindest kurzzeitig vom Gedränge her an wie vor 20 Jahren.

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La Palma 2017 –   Nebel und Regenwald

16.02.2017
Gemäß Wetterbericht soll es heute zwar teils bewölkt, aber regenfrei bleiben, weshalb wir erwägen, ein Stück Vulkanroute zu gehen. Der Blick auf die Cumbre ist zwar nicht wirklich ermutigend, andererseits haben wir es aber auch schon häufig angetroffen, daß sich der Bergrücken am frühen Vormittag noch in Nebel oder Wolken hüllt, gegen Mittag die Sonne es aber dann doch schafft, alles freizubrennen. Also fahren wir optimistisch zum Refugio El Pilar, wo die Route startet… dort sind es nur 10° und ich habe nur ein Hemd dabei. Nach kurzer Überlegung wagen wir es dann aber doch und wandern durch den leichten Nebel der Cascada nach oben.

Grundsätzlich ist es zwar auszuhalten, als dann aber der Nebel immer häufiger streckenweise in echten Regen übergeht, beschließen wir kurz nach unserer üblichen ‘Fühstücksbrücke’ doch lieber umzukehren.
Ein Entschluß, der sich als weise herausstellt, denn der Regen wird hier oben immer stärker und hört erst auf, als wir nach einer Stunde wieder ziemlich naß unten in El Paso sind.
Also machen wir es uns auf unserer sonnigen Terrasse gemütlich, essen eine leckere Gemüsepfanne und planen für morgen, wo es wieder richtig sonnig sein soll.

17.02.2017
Heute ist inselweit Sonne angesagt, was vor dem Hintergrund der ausgiebigen Regenfälle der vergangenen Wochen die Möglichkeit bietet, eine der Wanderstrecken im Norden zu begehen, die erst in entsprechendem ‘Regenwald-Klima’ so richtig zur Geltung kommen.
Obwohl es nur rund 40km bis La Mata sind, benötigt man für die kurvige Strecke über eine Stunde. Anders als in früheren Jahren, wo man den Einstieg in den Talkessel kennen oder suchen mußte, gibt es heute ein großes Besucherzentrum, wo bereits etliche Wandergruppen um ihre ‘Führer’ stehen. Wir schauen deshalb, daß wir möglichst schnell in unsere Wanderschuhe kommen und sind bald schon (vor den anderen) in der ‘Kathedrale’…

Die Erwartungen werden erfüllt, denn die Strecke wirkt im Feuchtklima deutlich mystischer als das bei unserem letzten Besuch hier der Fall war. Wir machen diesmal nur die ‘kleine’ Runde, die aber auch schon ein paar Stunden dauert. Die Wanderung hat sich gelohnt, auch wenn ich diesmal wenige Bilder gemacht habe, da ich hauptsächlich mit der Videokamera unterwegs war.

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La Palma 2017 – Angekommen

13.02.2017
Aufgrund von Internet Problemen diesmal etwas verzögert…
Der Flug begann schon mit Verspätung, weil die Tragflächen nochmal enteist werden mußten, ein Wunder, daß beim allgemeinen Sparwahn der Fluggesellschaften die Kosten dafür nicht den Fluggästen in Rechnung gestellt wurden, denn inzwischen hat das Billigflugniveau selbst bei Condor den Nullpunkt erreicht, wo es weder etwas zu essen, noch zu trinken gibt… nichtmal ein Glas Wasser… das war im letzten Jahr noch anders. Zum Glück hatten wir wenigestens die Sitze vor dem Notausstieg, die zwangsläufig etwas mehr Beinfreiheit gestatten müssen, denn durch diesen Gang sollen ja im Notfall die Fluggäste die Maschine verlassen und ja, auch die Dicken. Auch wenn man die viereinhalb Stunden speziell in dieser Sitzreihe nicht in absoluter Taschenmesserhaltung verbringen muß, sind die Zeiten wohl endgültig vorbei, wo man als Economy Reisender entspannt dem Urlaub entgegenschwebte. Ich entsinne mich noch wehmütig, wie zB 1986 auf dem Weg nach Menorca in der Tristar von LTU (beide auch längst Geschichte) jedem Fluggast erstmal ein Piccolo serviert wurde und im Verlauf dann ein opulentes Mahl…
Die Landung gelang erst beim zweiten Versuch und zwar entgegen der sonst üblichen Richtung. Ansonsten glaube ich einfach mal, daß der kontrollierte Absturz, der uns dann nach dem Durchstarten im zweiten Anlauf als Landung verkauft wurde, mit den Windverhältlissen zusammenhing. Zumindest hat sich beim Verlassen des Fliegers der ein oder andere irritiert umgeschaut, ob vielleicht irgendwo hintern ein großes L auf dem Rumpf klebt…

Das Haus empfing uns wie immer mit seinem unschlagbaren Blick übers Meer, so daß wir gar keine Lust hatten, nochmal runter ins Dorf zum essen zu fahren, sondern es uns gleich oben bis zum Sonnenuntergang gemütlich machen konnten, da wir schon auf dem Herweg vom Flughafen eingekauft hatten. Vieles hat sich in den 25 Jahren geändert, die wir mittlerweile herkommen, aber zuindest unsere Rotweinsorte gibts noch.

14.02.2017
Da wir beiden momentan nicht optimal fit sind, haben wir für den ersten Versuch ausnahmsweise mal keine Erstbesteigung eines Achttausenders geplant, sondern gehen unseren altbekannten steilen Weg zum El Time hoch.

Vermutlich haben wir noch nie so viele Pausen gemacht, aber letztlich zählt ja nur, daß man oben ankommt. Als das dann endlich der Fall ist, bin ich im Café spontan der Hingucker mit meiner Legionärsmütze, die ich vor lauter Durst vergessen habe auszuziehen.

Mit ziemlich wackligen Knien kommen wir dann irgendwann wieder unten an, während sich der Himmel langsam bewölkt, was hier eher ungewöhnlich ist. Nach einem Abendessen in der Fischkneipe von El Remo gibts dann noch einen Absacker auf der Terrasse… und der Himmel hat sich schon so weit zugezogen, daß die Sonne nur noch ganz kurz rausschauen kann.

Nachts geht dann die Welt unter. Sturzbäche laufen vom Dach des Hauses und bei den Begleitgeräuschen fällt mir wieder mal ein, daß die Insel ungefähr wie eine Möhre ausschaut, die nur zu einem Achtel aus dem Meer schaut, der Rest des extrem steilwandigen Vulkankegels ist unter Wasser… hoffentlich ist das morgen auch noch so…

15.02.2017
Selbst am Vormittag regnet es noch. Da der Internet Router am Pool hängt, bin ich bei suboptimalem Wetter mit dem Haus im Funkschatten und muß mit dem Laptop zum Pool laufen, wenn ich mal Mails oder Wetter sehen will. Dabei erwischt mich der letzte Vormittagsguß und ich beschließe ebenso spontan wie naß, mir in Los Llanos wieder eine Prepaid Card für meinen Wingle Stick zu holen, mit dem ich im Haus mein eigenes Wlan erzeugen kann und den Pool nur noch zum Schwimmen aufsuchen muß.
Ansonsten hält sic der erwartete Muskelkater in Grenzen, so daß wir morgen nochmal ein paar Schritte wagen werden. Jetzt gibts erstmal was zu futtern und anschließend den obligatorischen sundowner…

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La Palma 2016 – Der Barranco de Madera

An der Kirche von Las Nieves soll eine der schönsten Wanderungen der Insel losgehen. Auch sie geht entlang der vor über hundert Jahren installierten Wasserkanäle, ähnlich der Wanderung zu den Marcos y Cordero Quellen.
Schon am Anfang, wo die Route noch über eine breite Piste geht, gibt es Hinweise darauf, daß es nicht ganz einfach werden wird.

Bald wird der Weg schmäler und man hört am ständigen Rauschen und Glucksen, daß man bereits entlang der uralten Wasserleitung läuft, die hier noch – mit vermoosten Decksteinen geschützt – überirdisch verläuft.

Nach wenigen Kilometern kommen uns zwei Wanderer entgegen, die von einer Baustelle berichten, an der man sie nicht weitergelassen habe, die Strecke sei geschlossen. Wir beschließen, trotzdem bis zur Baustelle zu gehen, damit die lange Anfahrt nicht ganz umsonst war und bald erreichen wir auch schon den ersten Bagger…

Als wir die Arbeiter fragen, ob die Strecke geschlossen sei, sagt man uns allerdings nur, daß sie – auch aufgrund der von ihnen verursachten Ausschachtungen – ziemlich gefährlich sei… aber nicht geschlossen. Also gehen wir weiter und nachdem wir die doch nicht so gefährliche Baustelle hinter uns gelassen haben, erreichen wir bald den ersten beeindruckenden Felsüberhang, den man für die – auch hier noch abgedeckte – Wasserleitung geschaffen hat.

Durch eindrucksvolle Landschaft geht es stetig bergan… weit und breit ist niemand zu sehen, offenbar haben sich auch andere durch die Baustelle abschrecken lassen.

Während es recht nahe am Abhang immer höher hinauf geht, kann man auf der anderen Seite des Barrancos bereits die ‘Fenster’ des ersten Tunnels sehen, durch den unser Weg führt.

Der schmale Pfad entlang des Felsens ist stellenweise abgerutscht, was die Sache nicht vereinfacht…

…aber dann sind wir oben und steigen in den ersten von mehreren Tunneln ein

Einer der Tunnel ist teilweise eingestürzt, aber da die Wasserleitung noch funktioniert, sieht man offenbar keinen weiteren Handlungsbedarf…

…mit etwas Gekletter läßt sich die Stelle aber passieren und bald haben wir den letzten Tunnel erreicht…

…hinter dem sich ein grandioser Blick über den Barranco de Madera und im Hintergrund auf den verschneiten Teide bietet

Immer wieder gibt es Steinschlag oder Erdrutsche auf dem Weg (was auch vorher angekündigt war) und der Weg geht recht nahe an dem Barranco vorbei, in den man mehrere hundert Meter hinabschauen kann…

Der Abstieg zur Kirche von Las Nieves erfolgt durch einen mehrere Kilometer langen gewundenen Waldweg, der weitgehend mit einem weichen Teppich aus Kiefernnadeln belegt ist…

…und nach viereinhalb Stunden sind wir wieder am Parkplatz… es war tatsächlich eine der schönsten Wanderungen… sicher auch, weil wettertechnisch alles gepaßt hat!

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La Palma 2016 – Sonntag, Flohmarkt und Karneval…

Heute ist Sonntag und wir beschließen, zum Markt in Argual zu fahren. Vor Jahrzehnten war das noch ein winziger Bauernmarkt, inzwischen ist es eine riesige Touristenattraktion geworden, auf der sich aber kaum noch einheimische Bauern aufhalten.

Auch jede Menge Unterhaltung wird geboten, von Glasbläsern, die bunte Dekokugeln herstellen bis zu Beatles-Marionetten…

Anschließend fahren wir nach Puerto Naos, um noch ein paar Kleinigkeiten einzukaufen, denn in dem Touristenort haben die Geschäfte auch sonntags geöffnet und einen Kaffee gibt es an Strand auch.

Da überall in der Stadt Halteverbotsschilder aufgestellt sind, die darauf hinweisen, daß heute Abend ein Karnevalsumzug stattfindet (während zu Hause der Karneval seit 2 Wochen vorbei ist), fahren wir zu unserem Haus hoch, um uns lieber das Spektakel von hier oben anzuschauen.  Noch kann man parken…

…aber schon bald füllen sich die Parkplätze und die Autoschlange von oben nimmt kein Ende.

Gegen 17:00 Uhr fängt dann der Umzug mit dem Getrommel an, das wir schon vom letzten Jahr aus Los Llanos kennen, nur ohne die Talkumgebläse…

…und nach zweieinhalb Stunden endet die Veranstaltung nach einigen Musikdarbietungen auf einer Bühne am Strand.

Morgen wollen wir eine letzte größere Wanderung auf der anderen Seite der Insel machen, hoffentlich hält das Wetter…

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La Palma 2016 – Im Bananendreieck

Heute morgen sieht es zum Meer hin wieder aus wie üblich, hinter uns auf der Cumbre und in der Caldera sind aber dicke Wolken und dort liegt auch noch immer Schnee. Wir beschließen daher, im ‘Bananendreieck’ zu bleiben und wollen uns die Schneeberge etwas näher ansehen, ohne daß es uns dabei selbst kalt wird. Das geht am besten auf der kurzen Wanderung von El Puerto, wie der Hafen von Tazacorte inzwischen offiziell heißt, hinauf zum Café des Mirador del Time, von wo man ein Stück weit in die Caldera schauen kann.

Schon in einer der ersten Kurven wird es so warm, daß die Hosenbeine ab müssen, während man im Hintergrund sieht, daß der Gipfel des Bejenado noch Schnee hat.

Auch die Cumbre gegenüber sieht noch einigermaßen weiß aus…

Das Café am Mirador ist gut besucht, nicht zuletzt wahrscheinlich, weil es sich hier immer noch sommerlich anfühlt, während es hinten in der Caldera noch deutlich anders aussieht.

Beim Abstieg bietet sich der Blick auf den monumentalen Hafen, dessen Erweiterung eine jahrelange Baustelle war. Das schauen wir uns mal unten aus der Nähe an…

Dort wo mittlerweile drei Fischanzuchtbecken im Wasser liegen, sollten einmal große Kreuzfahrtschiffe anlegen…

…aber die Parktaschen für die Busse vor der Wehranlage aus Beton bleiben leer, denn nach Fertigstellung stellte sich heraus, daß die Baugröße heutiger Schiffe das Hafenprojekt überholt hat und es für die meisten Ozeanriesen dann doch zu klein ist.

So wird die Betonfigur an der Hafeneinfahrt wohl in erster Linie die Fischer darunter unterhalten… erinnert irgendwie an den Berliner Flughafen…

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La Palma 2016 – Kleiner Wettereinbruch…

Gestern abend hatte es sich schon durch einen Regenbogen über dem Meer angekündigt…

…heute morgen ist es Realität geworden: der Wetterbericht hatte ausnahmsweise mal recht und ein Tief passiert gerade die Kanaren, so daß die Caldera total in Wolken eingehüllt ist, aus denen es in Abständen immer mal kurz regnet. Selbst die Vulkanroute, die wir vorgestern noch bei strahlendem Wetter gewandert waren, hat über Nacht sogar etwas Schnee bekommen und unsere permanenten 20° sind hier unten mittlerweile noch bestenfalls 16°, was uns jetzt richtig kalt vorkommt.

Die Feuchtigkeit gehört bei so einer grünen Insel einfach dazu, ohne sie gäbe es weder die gebietsweise sehr üppige Vegetation noch die Quellen, die wir schon besichtigt haben. Auf unserer Vulkanwanderung war es morgens auch noch etwas feucht, die Büsche haben dann mit tausenden von Tropfen ihren besonderen Reiz…

…und das Moos wächst an manchen Stämmen so dick, daß es seinerseits für andere Pflanzen einen Nährboden liefern kann.

Immerhin soll es morgen wieder besser werden und so schieben wir einen weiteren Faulenztag ein in der Hoffnung, daß die vom Strand aus zu sehenden Palmen vor unserer Hütte morgen wieder vor blauem Himmel wehen.

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La Palma 2016 – Kleiner Spaziergang zwischen den Vulkanen

Laut Wettervorhersage soll es in den nächsten Tagen etwas kühler oder auch feuchter werden, deshalb wollen wir heute noch einmal eine unserer Lieblingsstrecken über die Vulkane gehen, die am Refugio El Pilar beginnt.
Beim Aufstieg vom Refugio, bekommen wir die Blüte der Baumheide mit, da wir dieses Jahr etwas später dran sind als sonst

Oben, wo die Vegetation schon etwas dünner wird, haben die Kiefern schon Mühe, dem scharfen Wind standzuhalten.

Im Bereich des Lavasees des Vulkans San Juan ist unser heutiges Ziel erreicht. Hier ist es windstill und wir klettern auf einige der Aussichtspunkte…

…bevor wir eine Rast einlegen, bei der wieder zwei Kolkraben um ihren Anteil betteln.

Im Gegensatz zu den auf La Palma endemischen Grajas, die etwas kleiner sind und gebogene rote Schnäbel haben, sind die wenigen Kolkraben, die es mittlerweile auf der Insel gibt, recht zutraulich und immer häufiger an den einschlägigen Rastplätzen der Wanderer anzutreffen.

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La Palma 2016 – Marcos y Cordero Quellen

Da im Moment die Wetterbedingungen gut sind, wollen wir heute eine der wenigen Wanderungen machen, die uns in mehr als 20 Jahren La Palma noch nicht gelungen sind, wir wollen zu den Wasserquellen der Insel bei Los Sauces, zu denen ein spektakulärer Weg durch 13 Tunnel führt, die vor langer Zeit von den Inselbewohnern gebaut wurden, um das Wasser durch einen gemauerten Kanal talwärts führen zu können.
Am Parkplatz von Los Tilos kann man mit etwas Glück morgens ein Allrad-Taxi bekommen, das einen in einstündiger Fahrt hinauf zum Casa del Monte bringt, dem Ausgangspunkt für die geplante Tour. Wir haben dieses Glück, treffen nach abenteuerlicher Fahrt gegen 10 Uhr dort ein und gleich geht es los in Richtung des ersten von 13 Tunneln…

Die Tunnel sind nicht nur sehr unterschiedlich lang, sondern unterscheiden sich auch sehr in Breite und Höhe. Hier Gegenverkehr zu bekommen – was nicht ausgeschlossen ist – kann problematisch werden…

Zwischen den einzelnen Tunneln dringt man immer tiefer in den Regenwald ein…

Der längste Tunnel ist rund 350m lang und spätestens hier ist eine Taschenlampe unverzichtbar, ohne die es hier stockfinster wäre…

Im Tunnel 12 regnet es überall von der Decke und auch von den Seiten schießt das Wasser ein, was wir aber vorher wußten und weshalb wir einen Regenschutz dabei haben…

Nach den Tunneln kommt ein anstrengender Abstieg über 1000 Höhenmeter, der mehrere Stunden dauert und teilweise über unwegsames Gelände führt, das auch nicht überall ungefährlich ist…

…teilweise aber auch durch den beeindruckenden Regenwald mit seinen Riesenfarnen.

Eine zwar nicht ganz einfache, aber sehr schöne Tour, die sich gelohnt hat!

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La Palma 2016 – Zum Pico de la Nieve

Relativ früh fahren wir heute Richtung Santa Cruz, denn wir wollen zum Pico de la Nieve, dem zweithöchsten Gipfel der Insel. Daß der Berg ‘Schneegipfel’ heißt, geht auf frühere Zeiten zurück, in denen auch der Teide von Teneriffa in den Wintermonaten grundsätzlich schneebedeckt war.
Leider ist in Santa Cruz eine Hauptstrasse gesperrt und so dauert es eine kleine Ewigkeit, bis wir durch die Gassen der Hauptstadt endlich die gewundene Strasse zum Observatorium des Roque de los Muchachos gefunden haben und uns mühsam die 25km hochschrauben, bis wir an der Stelle parken können, an der der Fußweg zum Nieve losgeht.
Der Weg und auch das Wetter sind traumhaft und die kanarischen Kiefern verströmen in der Sonne einen unglaublichen Duft…

Schemenhaft kann man am Horizont Teneriffa erkennen…

Oberhalb der 2000m Grenze ist der Kiefernbewuchs hier nicht mehr so dicht und es bietet sich ein traumhafter Blick auf die Insel, in die Caldera und auf das gegenüberliegende Felsmassiv des Roque de los Muchachos.

Am Gipfel gibt es den besten Fernblick…

…und nach einer Rast geht es wieder zurück zu unserem Parkplatz, diesmal aber über eine andere, nicht weniger sehenswerte Strecke…

…wo uns ein paar ziemlich mutige Raben erwarten, die darauf hoffen, daß wir noch etwas von unserem Proviant übrig gelassen haben.

Ein schöner Tag, abgerundet durch ein Abendessen zum Sonnenuntergang auf der Terrasse.

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