Azoren – Sao Miguel 03. – 17.05.2025

03.05.2025
Anreise am Vortag ins Hotel bei Frankfurt, Frühstück in der Lounge am Flughafen, Abflug einigermaßen pünktlich kurz vor 10:00h. Trotz 4:40h Flugzeit schon gegen 13:00 beim Autoverleih, da 2 Stunden Zeitverschiebung. Auto übernommen, erstmal nach Ponta Delgada das Nötigste einkaufen, dann Richtung Varzea zum Ferienhaus. Dank vorheriger Recherche finden wir das auch relativ problemlos… nur ist dort niemand für eine Übergabe. Es fängt an zu regnen und alle Versuche, den Vermieter über die angegebene Nummer zu erreichen schlagen fehl… weil niemand drangeht. Gegen 18:00h dann ein Rückruf, dem Anrufer ist aber nicht die Codenummer für den Schlüsselkasten zu entlocken. Die bekommen wir erst – inzwischen stinksauer – nach etlichen Versuchen über WhatsApp. Irgendwann sind wir also endlich drin, machen Abendessen und eine Flasche Wein auf – und verfluchen den Vermieter. Schlechter Start, passend zum Wetter… vielleicht wird’s morgen besser.

04.05.2025
In der Nacht hat es teilweise geschüttet, am Morgen hat der Regen zwar aufgehört, aber alles ist durchnäßt und es zieht Nebel auf. Durch diesen fahren wir nochmal nach Ponta Delgada, wo wir noch einige Einkäufe erledigen und dann zum Naturpark Jardim Botanico Antonio Borges gehen. Hier gibt es etliche exotische Bäume und man hat aus Vulkangestein künstliche Höhlenlandschften geschaffen.

Wir schauen uns anschließend noch den nicht besonders begeisternden Hafen an und nehmen als Highlight des Tages ein Eis im Abracadabra mit, dann geht es wieder nach Hause.

05.05.2025
Heute soll es zumindest bis Mittag trocken bleiben, weshalb wir eine Wanderung um die beiden Kraterseen bei Sete Cidades unternehmen wollen. Wir starten aufgrund der Wetterprognose relativ früh und sind daher die ersten, die am Parkplatz am blauen See (Lagoa Azul) ankommen, von dem noch leichter Morgennebel aufsteigt.

Der Weg beginnt noch einigermaßen entspannt mit leichtem Anstieg, bald sind aber die ersten Spuren der letzten Unwetter zu sehen, die hier auf den Wegen kleine Seen hinterlassen…

…und im Extremfall in gewaltigen Sturzbächen große Ausspülungen schaffen, die den Weg hier aber noch nicht unbegehbar machen.

Je weiter hoch man kommt, desto größer werden die Schäden, die das Wasser hier angerichtet hat. An einigen Stellen ist der Weg komplett in die Tiefe gestürzt und man muß sich einen Umweg suchen…

…also ziemlich querfeldein durch aufgeweichten Untergund.

Zurück auf den Resten des ursprünglichen Weges können wir einen ersten Blick auf den grünen See (Lagoa Verde) werfen…

…kurz vor dem Gipfelpunkt der Wanderung hat man dann den wohl besten Blick auf die beiden hintereinander liegenden Seen, auch wenn der Farbunterschied vom blauen zum grünen See bei der dürftigen Sonne nicht allzu deutlich erkennbar ist.

Oben am offiziellen Aussichtspunkt (Miradouro da Vista do Rei) ist derweil schon die Hölle los. Die Autos stehen Schlange und die Busse karren ständig neue Gruppen an, die ihre Selfies machen und dann wieder abfahren.
Wir machen uns daher ziemlich direkt auf den Heimweg, der vorbei an märchenhaft bemoosten Bäumen…

…und durch eine Auenlandschaft führt, die grüner nicht sein könnte!

Als wir wieder nach etwas mehr als 12 km am Auto ankommen, beginnt es leicht zu nieseln… das Wetter hat also für die Wanderung gehalten!

06.05.2025
Seit der Nacht regnet es wieder und hört erst morgens auf, der Himmel bleibt aber bedeckt, als würde es jeden Moment wieder anfangen…
Wir beschließen, nochmal zum Continente Einkaufszentrum nach Ponta Delgada zu fahren, wo wir noch ein paar Lebensmittel kaufen und eine ziemlich unterirdische Pizza essen… jedenfalls der Espresso hinterher war ok. Als wir wieder aus dem EKZ herausfahren, ist blauer Himmel und strahlender Sonnenschein, so daß man jetzt mit der Kleidung, die man morgens ausgesucht hatte, unmittelbar zu warm angezogen ist.
Wir fahren wieder Richting Varzea, biegen aber in Ginetes in Richtung Thermal-Meeresschwimmbad ab, das hier noch von Vulkanwärme gespeist wird, wie es auch auf den Kanaren z.B. auf Lanzarote vorkommt. Wir halten am oberen Parkplatz, von dem man auch den Leuchtturm Farol da Ponta da Ferraria sehen kann…

…und machen uns zu Fuß auf den Weg, die Serpentinen hinunter. Zwar ist das Schwimmbad derzeit außer Betrieb, aber die Lavaklippen sehen auch recht interessant aus.

Gerne hätten wir mal ausprobiert, wie warm das Meer hier über den Thermalströmen ist, aber die Flut macht sich gerade bereit und der Seegang zwischen den scharfen Klippen ist zu stark, um gefahrlos hineingehen zu können. So kraxeln wir mühsam über die Klippen…

…und suchen uns ein Plätzchen, von dem aus man dem Meer und den Krabben zuschauen kann. Wirklich unglaublich, wie schnell sich hier das Wetter ändern kann!


07.05.2025
Auch wenn die Wetterprognosen hier nicht besonders zuverlässig sind, glauben wir mal, daß es heute vormittag trocken bleiben wird und fahren schon recht früh zum Wanderparkplatz am Lagoa do Canario, wo wir trotz früher Stunde nicht die ersten sind. Zum Glück wollen aber die meisten hier nur ein paar Bilder auf die unten liegenden Seen machen und die Wanderwege sind wenig bevölkert. So ziehen wir los, teils besonnt, teils in leichter Nebelwolke, aber zumindest ohne Wasser von oben. Da gaaanz oben wollen wir erstmal hin.

Der Weg führt zunächst auf dem Grat der Kraterränder diverser Seen, wo es immer mal kleine Geländer-bewehrte Aussichtspunkte gibt…

Sollte mal gerade eine Nebelwolke die Sicht versperren, muß man entweder ein paar Minuten warten, oder man betrachtet die Seen ersatzweise am GPS-Gerät…

Die Route geht zunächst oberhalb kleinerer Seen entlang, die immer mal wieder von Nebelschwaden verdeckt werden…

…dann steigt man langsam ab zum Lagoa Pasa, der sehr malerisch im Krater liegt und an zwei weiteren Seen vorbei geht es dann wieder auf den Rückweg.

Direkt am See steht eine alte Steinhütte – vielleicht als Unterschlupf bei extremen Regengüssen gedacht – deren innerer und äußerer Bewuchs auf das eigentliche Highlight dieser Wanderung hinweist: es sind weniger die Seen, als die bei diesem Wasserangebot überbordende Flora.

Nicht nur das Rhabarber-ähnliche Mammutblatt (Gunnera tinctoria), das hier allerdings als invasive Pflanze gilt…

…sondern auch die unzähligen Arten von bunten Moosen, Farnen und Flechten säumen den Rückweg und machen diese Wanderung unvergesslich.


08.05.2025
Heute ist das Wetter schon morgens so regnerisch, daß wir die geplante Tour erst gar nicht antreten, sondern durch den Regen Richtung Hauptstadt fahren, um noch einige Einkäufe zu tätigen. Wie so oft, fahren wir bei Regen ins Einkaufszentrum, um nach getätigtem Einkauf die Tiefgarage wieder mal bei unerwartet strahlendem Wetter zu verlassen.

Daher spazieren wir noch etwas durch die Stadt und die Parks und als wir zurückgehen, hängt schon die nächste Regenwolke über der Stadt.

Wir fahren erstmal wieder nach Hause und machen einen letzten Versuch in Mosteiros, das bei uns um die Ecke ist, und auch als Touristenattraktion gilt, da es ein paar interessante Felsen vor der Küste liegen hat. Wir sehen sie uns brav an, finden sie aber weniger aufregend, als ihnen nachgesagt wird und fahren endgültig nach Hause, da es hier kein geöffnetes Restaurant gibt… ist wohl noch nicht die Saison.


09.09.2025
Für heute hatten wir eigentlich die Tour Caldeiras da Ribeira Grande geplant, bei der es rund um einen Wasserfall geht. Nach etwa einer Dreiviertelstunde sind wir dann in Ribeira Grande, wo das Wetter zwar windig aber trocken ist. Oben auf der Höhe aber, wo die Tour stattfinden soll, sieht es dagegen weniger einladend aus…

…weshalb wir erstmal in die Stadt gehen. Die Kirche Igreja Matriz liegt auf dem Weg…

…und wir werfen eine Blick hinein. Die meisten Kirchen sind hier äußerlich im gleichen Stil erbaut, innen gibt es prunkvolle Altäre, von denen ich nur den Seitenaltar aufgenommen habe.

Die Stadt verfügt auch über einen großen Strand, der bei besserem Wetter sicher gut besucht ist…

…so aber bleiben wir nicht lange und nehmen nur im Stadtzentrum einen kleinen Imbiß, der allerdings – wie bisher das meiste Essen hier – für unseren Geschmack eher das untere Ende der kulinarischen Skala markiert. Wir fahren über die obere Küstenstraße zurück und machen nochmal Halt in Mosteiros, wo es am ziemlich leeren Strand gerade ein paar Sonnenstrahlen gibt.


10.0 5.2025
Kaum zu glauben, aber es regnet nicht und der Himmel bringt die ersten blauen Stellen hervor. Heute ist Samstag, deshalb werden die Topziele sicher gut besucht sein und wir suchen uns eine kleine Wanderung in der Nähe aus. Vom Parkplatz der Ortschaft Joao Bom geht es gleich in einen küstennahen Wald voller großer Farne und Calla Lilien, die es hier in der Wildform fast überall auf der Insel gibt.

Es geht stetig bergab – unten können wir bereits Mosteiros sehen – und wir denken daran, daß wir das alles auch irgendwann wieder bergauf gehen müssen…

Je weiter man runter kommt, desto schwieriger und rutschiger wird das Gelände…

…ganz unten überqueren wir dann einen Bach, der offenbar gelegentlich auch mal mehr Wasser führt.

Der schmale Pfad geht ziemlich nahe an der Steilküste entlang, was man aber zum Glück aufgrund der Vegetation nicht überall sieht.

Irgendwann beginnt dann auch der befürchtete Aufstieg, überall blühen Lilien…

…und der kleine Knöpfchen-Knöterich (persicaria capitata), der sich in die kleinsten Fugen setzt.


11.05.2025
Heute ist Sonntag und es ist zu befürchten, daß an den bekannten Wanderzielen einiges los sein wird. Deshalb folgen wir einem Geheimtip, an dem es kaum Touristen geben soll, obwohl er sehr interessant ist. Wenige Kilometer hinter Mosteiros liegt eine kleine Parkbucht an einer malerischen Oase mit Baumfarnen, dort halten wir und ziehen die Wanderschuhe für eine besondere Strecke an.

Hier ist der Eingang zum Tunel Hidraulico, einem vor fast 100 Jahren durch den Kraterrand des Sete Cidades gebohrter Tunnel, der zur Notentwässerung der beiden Seen Lagoa Azul und Lagoa Verde dient, damit das dortige Dorf nicht ständig im Hochwasser versinkt. Durch diesen etwa 1200m langen Tunnel kann man in relativ kurzer Zeit den Lagoa Azul erreichen, auf normalem Straßenweg dauert das mit dem Auto schon gut eine halbe Stunde.

Der Tunnel ist etwa 1m breit und 2m hoch, allerdings sind die 2m gemessen vom Boden, der in der Kanalrinne immer – und in der daneben verlaufenden ‚Service‘-Rinne an vielen Stellen Wasser führt. Wenn man keine nassen Füße bekommen will und keine Gummistiefel dabei hat, ist die einzige Möglichkeit, auf dem mittig verlaufenden Mäuerchen zu balancieren.

Im Tunnel ist es nach wenigen Metern stockdunkel, so daß man auf jeden Fall eine Taschenlampe braucht… zum Glück haben wir eine dabei!

Nicht überall ist der Tunnel ausgemauert, stellenweise stößt man sich den Kopf auch am rohen Fels der Decke. Jedenfalls ist ein Hut hilfreich!

Auf der anderen Seite angekommen liegt der See – um diese Zeit zum Glück noch ohne Touristen. Hier sieht man auch den Schieber, an dem die Durchflußmenge eingestellt werden kann, je nach Niederschlag.

In der Sumpfwiese, unmittelbar am Seeufer, tummeln sich Frösche, die ein Konzert erheblicher Lautstärke geben, die aber bei jeglicher Annäherung verstummen.

Nach einer Wanderung rund um den halben See und einem Kaffee geht es dann wieder zurück, zum Glück auch diesmal ohne Gegenverkehr. War offenbar tatsächlich ein Geheimtip!

12.05.2025
Auf dem Weg nach Ponta Delgada liegt kurz hinter der Ortschaft Feteiras ein Parkplatz mit einem Miradouro, einem Aussichtspunkt, der aus einem ehemaligen Walbeobachtungsposten hervorgegangen ist. Heute werden die Wale nicht mehr gejagt um sie umzubringen, sondern ’nur noch‘, um die Touristen in ihren bunten Booten zu unterhalten.
Hier geht allerdings auch ein relativ kurzer, aber – wie sich noch herausstellen wird – ziemlich anstrengender Wanderweg ab bis hinunter zum Meer, den wir uns heute vorgenommen haben. Ziemlich gleich geht es recht steil hinunter, anfangs in üppiger Vegetation und unter gelegentlich bedrohlichen Felsüberhängen.

Je tiefer man kommt, umso steiler und anstrengender wird der Weg…

Obendrein muß man auch immer wieder den Hinterlassenschaften der Rinder ausweichen… gelegentlich auch den Rindern selbst!

Nach etwa einer Stunde haben wir dann das steinige Meeresufer erreicht…

…und es ist eine kleine Pause fällig, bevor wir uns wieder an den Aufstieg machen.

Im Vergleich zu dem schwierigen Abstiegspfad ist der Rückweg nach oben weniger aufregend, da er über einen zwar unbefestigten, aber ziemlich breiten Weg führt, der auch von den Bauern befahren werden kann, die dort unten Grundstücke bewirtschaften. Allerdings ist auch dieser Weg sehr üppig bewachsen, hier auf der linken Seite mit Kapuzinerkresse und rechts mit Lilien.

Recht verbreitet ist an diesem Weg auch der (hochgiftige) Wollblütige Nachtschatten (solanum mauritanum), der eigentlich aus Südamerika stammt und hier auf den Azoren – wie so einige andere Pflanzen auch – als invasiv gilt.

13.05.2025
Heute gönnen wir uns einen wanderfreien Tag und beschließen, einmal quer über die Insel zu fahren, also von unserem Standort Varzea im äußersten Westen bis nach Nordeste, dessen Name Programm ist. Trotz Autobahn-ähnlicher Straße über weite Strecken dauert diese Fahrt auch ohne Zwischenstop über eine Stunde.

Einen ersten Halt machen wir dann in Porto Formoso hinter Ribeira Grande, wo es einen netten kleinen Hafen gibt… aber leider keinen Kaffee.

Nordeste hat Kaffee, ist ansonsten aber eher enttäuschend und wir ändern die Rückroute so, daß wir in Furnas vorbeikommen, wo es einen See und einen Park gibt, in dem man unter anderem in einem schwefelhaltigen Pool baden kann. Da der Eintritt aber pro Person 17,50€ kosten soll und wir eh nicht in den Schwefelpool wollen, schauen wir uns den Park nur von außen an und finden ihn zwar schön, aber nicht wirklich beeindruckender als den botanischen Garten in Ponta Delgada.

Wir fahren am Lagoa das Furnas vorbei, der wenig besucht scheint…

…da sich die meisten Touristen um die heißen Pools drängen, von denen schwefelhaltige Wasserdämpfe aufsteigen, die beim Einatmen als nicht unbedingt gesundheitsfördernd gelten. Vom sicheren anderen Ufer läßt sich das Schauspiel dagegen deutlich ungefährlicher beobachten.

Einzig das Wetter war im Osten der Insel schöner als bei uns im Westen, aber nette Sonnenuntergänge kann es ja trotzdem geben!


14.05.2025
Um den Lagoa do Canario zu umrunden sind wir heute schon relativ früh aufgestanden, denn der dortige Parkplatz wird auch gerne von den Besuchern des Königsblicks (Vista do Rei) auf die beiden blauen und grünen Seen genutzt. Ein Blick auf die Gipfel der uns umgebenden Kraterberge läßt aber vermuten, daß es dort heute nicht allzu viel Gedränge geben wird, denn es hängt eine dichte Nebelglocke über dem Sete Cidades. Wir fahren trotzdem hoch und sind mit die ersten Parkplatzbesucher. Da (noch) kaum Besucher da sind ist es sehr still und der Nebel schluckt noch die restlichen Geräusche, als wir am See ankommen.

Auf dem Rundweg blühen inzwischen die als Randbefestigung angelegte Azaleenhecken…

Der Aussichtspunkt ins Tal erweist sich erwartungsgemäß mangels Aussicht als nicht allzu spektakulär…

…was dem Azoren-Buchfink aber ziemlich egal ist, der ist das hier gewöhnt.

Auf halber Strecke finden wir noch einen prähistorischen Grillplatz…

…auf dessen Grill vermutlich als letztes ein Stück T-Rex gelegen hat.

Unten im Tal kommt dann später die Sonne raus, aber einen gewissen Reiz hatte die mystische Nebelwanderung schon.


15.05.2025
Das Haus in dem wir wohnen ist ein altes, aber renoviertes Bauernhaus mit großen Räumen und Klimaanlage. Eines der wenigen Elemente, die noch an die ehemalige Architektur erinnern, ist ein Rundbogen in der Küche…

…der noch aus handbehauenen Basaltblöcken besteht.

Der einstmals schön angelegte, inzwischen aber etwas verwahrloste Garten hinter dem Haus beherbergt einige alte Palmen…

…und einen ziemlich alten Drachenbaum zwischen zahlreichen Sträuchern, von denen aber die meisten noch nicht blühen.

Vom dekorativen Zierbrunnen in der Mitte des Gartens…

…kann man nach rechts blickend den Sonnenuntergang beobachten, wenn das Wetter es denn zuläßt.

16.05.2025
Letzter Tag, morgen geht es zurück in die Heimat. Wir machen einen letzten Ausflug in die nähere Umgebung, wollen uns einige dieser alten Windmühlen oder -ruinen ansehen, von denen wir eine auch aus unserem Garten in der Ferne sehen können.

Die Moinho da Bibi ist die erste Ruine, die auf dem Weg liegt. Sie hat zum Schutz gegen weiteren Verfall eine Haube bekommen, die aber zu modern aussieht, um den Charakter des alten Gebäudes zu erhalten.

Auch die nächste Mühle wurde restauriert und ist sogar bewohnt, wirkt aber mit dem modernen Aufsatz auch nicht wirklich authentischer.

Was aber auffällt, ist daß langsam die Natur explodiert, überall blüht es…

…sogar die ersten Hortensien gehen auf… in ein bis zwei Wochen wird wohl die ganze Insel vor Blüten strahlen… aber dann leider auch vor Touristen!

Ein letztes Mal schauen wir hinunter auf Mosteiros, wo wir gelegentlich essen waren und auch dort bemerkt man eine deutliche Zunahme an Touristen.

Zeit für ein Résumé. Was die Natur betrifft, so ist die Insel wunderschön, sicher hauptsächlich dem vielen Regen geschuldet. Dieser ist dann auch einer der Wermutstropfen im Wohlfühlpaket des Standard-Touristen… es gibt kaum einen Tag, an dem es nicht wenigstens irgendwann und irgendwie regnet.
Wohnen wollten wir hier nicht unbedingt, da man doch z.B. für die meisten Einkäufe in die Hauptstadt fahren muß. Sicher wird die Entwicklung weiter rapide voranschreiten, wenn man bedenkt, daß es bis in die 90er Jahre hier noch kein größeres Kaufhaus gab und die Bewohner der kleineren Inseln komplett autark sein mußten, da es dort gar keine Geschäfte gab. Es war interessant alles zu sehen, aber weder so spektakulär, daß wir das wiederholen müßten, noch von der Freundlichkeit der Insulaner oder vom gastronomischen Angebot her besonders herausragend. Wir wollten es mal sehen, das haben wir getan, es war interessant, aber anderswo ist es nicht weniger schön, bestenfalls eben anders.

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2 Antworten zu Azoren – Sao Miguel 03. – 17.05.2025

  1. Bibi sagt:

    nach dem holprigen Start kann es nur besser werden.
    die Wege sind nicht gerade gut zu laufen nach einem Regenguss!
    ich drück´ die Daumen für besseres Wetter!
    dd

  2. Bibi sagt:

    trotz des unsteten Wetters erkundet ihr jeden Tag einen schönen Fleck auf der Insel. Ich habe niemals eine so grüner Vulkaninsel gesehen.
    dd

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