La Palma 2014 – …die gehen rauf!

Heute gab es als Einstimmung die uns wohlbekannte und eher leichte Wanderung von Puerto Tazacorte hinauf zum Gipfelrestaurant des El Time, von dort nach einem Kaffee dann noch ein Stückchen weiter hoch und über den Abstieg in die Caldera de Taburiente wieder runter. Obwohl wir uns noch nicht richtig ‘in Form’ fühlen, ist es immer wieder interessant, auch mal das Trainingsprogramm anderer kennenzulernen. Nach etwa einem Viertel des Aufstiegs kommt uns heute eine geführte Gruppe überwiegend älterer Wanderer entgegen – erstaunlich, daß die um die frühe Zeit bereits auf dem Abstieg sind…?
Während uns einer mitleidig darüber aufklärt, daß es ‘noch sehr weit’ ist (obwohl er gar nicht weiß, wo wir hinwollen), raunt eine Dame ihrer Nachbarin fassungslos zu: “…die gehen rauf!”.
Des Rätsels Lösung: damit Gruppenwanderungen von möglichst vielen Touristen gebucht werden, karrt man sie mit Bussen auf die Gipfel, damit sie von dort nur noch runterlaufen müssen…

Unterwegs genießen wir gelegentlich die handwerklichen Finessen palmerischer Baumeister. Die Niederschläge der vergangenen Wochen haben hier oben schon einige Schlaglöcher freigespült,

die irgendwann nicht mehr einfach umfahren werden können…und wenn eben gerade mal kein Sack Zement übrig ist, tuts halt auch mal die Tür der Nachbarplantage.

Mindestens so interessant ist das Geländer einer recht steilen Geröll-’Treppe’, der wir beim Abstieg begegnen. Üblicherweise errichtet sowas ein 3-Mann Trupp: einer, der die Löcher aushebt, einer der die Pfähle einsetzt und einer der die Geländerstreben zwischen den Pfählen einsetzt. Der dritte Mann war an dem Tag anscheinend krank…

Aber trotzdem war es ein guter Einstieg, das Wetter war zum Wandern optimal und die Knochen sind alle heil geblieben! Mal sehen, was die nächsten Tage bringen, die Wetterprognose sieht für unsere eigentlich geplanten Touren momentan eher schlecht aus, denn im Norden ist derzeit anscheinend Dauerregen…

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La Palma 2014 – what a flight…

Der Condor Flieger war relativ neu, insofern hochmodern…mit Bildschirm in jeder dritten Reihe. Das waren die positiven Punkte.

Das sogenannte ‘Essen’ – aufgrund der frühen Flugzeit angeblich ein Frühstück – bestand aus einem Haufen Plastikbehältern und einer Tüte Plastikbesteck, ein Paniermehl-Formstück mit dem Projektnamen ‘Brötchen’, 3 Streifen Brotauflage, die anhand der Farbe nicht eindeutig als Käse oder Wurst klassifiziert werden konnten, geschmacklich allerdings auch nicht, da ein Streifen davon wohl mit Salami-Aroma besprüht war, das er auf die anderen abgegeben hatte. Da man mittlerweile auf dem durchschnittlichen economy Sitz aber ein gewisses Mindesttalent für Akrobatik haben sollte, stellt es eine gewisse Herausforderung dar, das sogenannte Brötchen irgendwie mit der steinharten Butter zu beschichten, ohne dabei mindest einem der Sitznachbarn mit dem Ellbogen die Zähne auszuschlagen. Dabei ist man ab einer Körpergröße von mehr als 1,60 bereits in der Fortgeschrittenen-Riege, weil die feinmotorischen Anforderungen mit den eigenen Knien unter dem Kinn noch leicht erhöht sind.

Bei 174 Sitzplätzen reichen 2 Toilettenbereiche in einem Flieger natürlich völlig aus. Daß die Zellen bereits nach einer Stunde zu Naßzellen geworden sind, spielt insofern keine große Rolle, weil dafür nur die jeweils nächstgelegenen zwei Sitzreihen verantwortlich sind, denn die Fluggäste auf den restlichen Reihen haben kaum eine Chance, bis dort vorzudringen. Die Servicewagen passen mittlerweile millimetergenau in den Gang und mindestens einer der Wagen befindet sich eigentlich immer dort…entweder wird Essen serviert, oder es wird abgeräumt, gleiches gilt mit separaten Wagen für Getränke und dann wären da noch die Verkaufswagen für Kosmetik oder Lebensmittel…gerade letztere werden bei dem beschriebenen Essensangebot schon aus purer Verzweiflung gerne in Anspruch genommen.
Was aber auch der Fluggast, dem das Besuchserlebnis der Toiletten nicht vergönnt war, auf jeden Fall zum Trost mitnehmen kann, ist der markante Geruch der Toilettenchemikalie, der während der gesamten Flugzeit  omnipräsent ist…
Immerhin fand sich in der Bordzeitung ein Ausblick auf die neue business class, die im Laufe des Jahres fertig werden soll…sieht vom Platzangebot vielversprechend aus…irgendwie verblüffend nach der economy class der 80er Jahre…

So, genug gejammert…immerhin sind wir ja heil angekommen und konnten ‘unser’ Haus reibungslos beziehen. Ein erster Besuch untern in Puerto Naos offenbarte die neue Strandpromenade, an der man über ein Jahr gebaut hat, was wir via webcam übers Jahr verfolgen konnten. Leider setzt sich damit der Trend fort, der überall auf der Insel zu bemerken ist: man versucht anscheinend, Pauschaltourismus-kompatibel zu werden, wobei die kleinen Unzulänglichkeiten, die den Charme der Insel ausgemacht hatten, systematisch abgestellt werden. So gibt es jetzt auf der Promenade keine Café-Kioske mehr – das war wohl irgendwie zu provisorisch – stattdessen ist auf der linken Seite ein futuristisches Gebilde entstanden, das an eine Bus-Haltestelle erinnert und alles sieht furchtbar sauber aus… offenbar sind wir aber nicht die einzigen, denen sich die Intention des Künstlers nicht vollends erschließt, denn dort, wo früher die Leute promenierten, sieht es jetzt relativ leer aus…

Jetzt hilft nur noch eines: wir brauchen ein Abendessen in der Fischkneipe am Meer…die gibt es wenigstens noch und die Thunfischsteaks sind auch nicht kleiner geworden…

Unschlagbar, zwischen hundertfach lackiertem Rohrgestänge, Plastikstühlen und Plastikplanen direkt am Meer…schweren Herzens reißen wir uns dann doch los, um oben auf der Terrasse den Sonnenuntergang zu sehen…der ist gottseidank auch noch der alte…und wir sind angekommen.

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La Palma 2013 – Epilog

Unsere zweieinhalb Wochen sind fast zu Ende und nachdem der Teebeutel jetzt 18 mal aufgebrüht wurde und der Wein alle ist…

… scheint selbst das Wetter heute langsam schlechter zu werden – über die Cumbre wälzt sich die Cascada in ungewohnter Dichte bis hinunter ins Aridanet, und so beschließen wir, noch einen letzten Spaziergang durch die Cascada zu machen und fahren nochmal zur Cumbre hoch.
Man merkt am Weg, daß es hier heute schon feucht war und schon bald können wir die Cascada von weitem sehen…

…und tauchen ein.

…an den Stämmen der entlang des Weges stehenden Baumheide kann man sehen, daß hier wohl die Stelle ist, an der die Cascada fast täglich über die Cumbre schwappt…

…und während sich die Sonne langsam durchkämpft, machen wir uns auf den Heimweg…

…um ein letztes Reste-Vernichtungs-Abendessen auf der Terrasse einzunehmen (auch wenn die selbstgemachte Mojo natürlich besser ist als die hier auf der Insel überall angebotene fertige aus dem Glas)

…ein letzter Sonnenuntergang – trotz bedecktem Wetter hier im Westen fast immer ein Erlebnis – hoffentlich haben wir bei einem möglichen nächsten Mal wieder so viel Glück!

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La Palma 2013 – Zur Cueva De Candelaria

Der kleine Ort Tijarafe liegt auf etwa 700m und ist unter anderem bekannt durch die darunter liegende Bucht, die angeblich früher Piraten und Schmugglern als Unterschlupf diente. Sie wird in erster Linie per Schiff erreicht, denn die Fußwege dorthin sind alle recht mühsam, auch wenn es mittlerweile eine Straße gibt, über die man einen großen Teil des Weges abkürzen könnte. Wir entschließen uns, über die kleine Bucht Playa Del Jurado dorthin zu wandern, wozu wir von Tijarafe aus erstmal in einen riesigen Barranco hinabsteigen müssen…

Zunächst wandert man noch durch üppige Landschaft mit riesigen Agaven, bald wird es aber felsiger…

…und nicht nur das Schild weist darauf hin, daß die Formung der Landschaft hier wohl noch nicht fertig zu sein scheint…

Hat man den Barranco durchquert und ist auf der anderen Seite wieder hochgestiegen, geht es wieder durch Gärten und man nähert sich bergab an einer Bananenplantage vorbei langsam der Bucht…

Der Abstieg ist nicht einfach und man kann auf der anderen Seite bereits den Weg erkennen, den wir wieder hoch müssen, um zur Schmugglerbucht zu kommen. Von weitem sieht dieser Weg recht harmlos aus, er wird sich aber später als recht schwierig und riskant herausstellen…

Über die Serpentinen des Abstiegs hinweg kann man unten bereits die erste Station unserer Wanderung, die Bucht Playa Del Jurado erkennen…

…an der einige ehemalige Fischerhütten stehen, die an den Wochenenden zum Teil noch von Einheimischen genutzt werden und – die sich als recht steinig erweist.

Nach einer kurzen Rast geht es dann an den Aufstieg, von dem aus man jetzt den gegenüberliegenden Weg erkennen kann, den wir zuvor heruntergekommen sind und der unten an den Hütten endet.
Der an dieser Stelle völlig ungesicherte Weg im Steilhang hat stellenweise nur Fußbreite und so traue ich mich auch erst zu fotografieren, als ich mich für einen Moment an einem Lava-Überhang anlehnen kann.

Oben angekommen müssen wir erneut rasten, denn neben Angst und Anstrengung kommt mittlerweile auch die Sonne als Erschwernisfakfor dazu. Zur Schmugglerbucht führt aber eine zwar steile, jedoch asphaltierte Straße bis zum letzten Stück Fußweg. Hinten am Felsen kann man unterdessen wieder den Weg nach oben erahnen und uns schwant Übles…

Kommt man um die Kurve des an dieser Stelle komfortabel angelegten Fußweges, schaut man auf die ‘Piratenhäuser’, die ebenfalls an den Wochenenden großenteils von Einheimischen genutzt werden und wo dann auch manche Fiesta steigt…

Einige wenige der Häuser sind auch jetzt bewohnt und man hat etwas das unangenehme Gefühl, bei fremden Leuten uneingeladen durchs Wohnzimmer zu marschieren…

Der Weg von der Piratenbucht nach oben erweist sich dann gottseidank zwar als nicht leicht, aber dennoch bei weitem als nicht ebenso abenteuerlich wie der vorige Aufstieg. Einzig die Tatsache, daß man sich jetzt wieder mühsam von 0 auf ca 670m hocharbeiten muß, kostet in diesem Gelände fast zwei Stunden und obwohl es insgesamt nur etwa 13km waren, sind wir danach ziemlich platt.

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La Palma 2013 – Über den El Time…

Eigentlich hatten wir für heute eine Wanderung auf der Cumbre geplant, aber die sieht von unten bereits morgens schon sehr bewölkt aus, weshalb wir auf Plan B umschalten und Richtung Puerto Tazacorte fahren.

Den Aufstieg von Puerto Tazacorte zum El Time haben wir im letzten Jahr schon gemacht, damals sind wir allerdings den gleichen Weg auch wieder zurückgegangen.

Heute wollen wir zum einen vom Gipfelcafé aus noch ein Stück weiter gehen und zum anderen auch einen anderen Weg hinunter wählen. Zunächst geht es aber erstmal den bekannten Weg hoch…

Oben gibts erstmal eine Rast im Café, während sich die gesamte Cumbre mittlerweile in Wolken eingehüllt hat…Plan B war wohl die richtige Entscheidung…

Danach geht’s weiter nach oben, wobei der Weg zwar traumhaft schön, aber immer undurchdringlicher wird und bald nur noch durch Pflanzen zu führen scheint, die auf irgendeine Art stechen können…

Oberhalb des Mirador de las Cabezadas kehren wir dann um und  nehmen den Weg durch ein ‘palmerisches Aquädukt’ hinab…

Diesen relativ ‘unkomplizierten’ Wegen des palmerischen Wassernetzes begegnet man immer mal wieder auf den Wanderstrecken, hier z.B. ein Blick auf Los Llanos, im Vordergrund die Zuleitungen für die näheren Gärten und Plantagen…das ist so fertig!

Der Weg hinunter bietet tolle Ausblicke auf die Bananenplantagen und die Wildpflanzen am Weg…

Der letzte Teil des Weges ist wieder sehr felsig, bevor wir noch ein Stück asphaltierte Straße zurück nach Puerto Tazacorte gehen müssen…

…wo wir beim Abendessen auf Strand und Hafen schauen können und die zwar nur 12 km lange, aber durch die ständigen Steigungen doch recht anstrengende Tour doch etwas in den Beinen merken.

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La Palma 2013 – Zu Fuß zur Cumbrecita…

Diesmal nehmen wir einen neuen Anlauf für die Wanderung von der Kapelle der Virgen Del Pino zur Cumbrecita, die wir ja letzte Woche vorzeitig abbrechen mußten, da ich nach einem Hungerast nicht mehr richtig auf Drehzahl kam.

Diesmal geht konditionell alles wesentlich besser und die eine Woche Unterschied sieht man auch deutlich an der Vegetation, die Mandelblüte hat stark zugenommen und die Luft ist voller Bienengesumme…

Das Felsgelände zu Anfang der Tour kennen wir ja schon, im weiteren Verlauf wird der Aufstieg nicht leichter…

Vom ersten Ausblick kann man im Blick zurück sehen, daß sich das Aridanetal langsam mit Dunst füllt, im Hintergrund ist der Birigoyo zu sehen, den wir im letzten Jahr bewandert haben…

Von hier aus dauert es aber immerhin noch eine Stunde, bis wir die erste Aussichtsplattform an der Cumbrecita erreichen, von der aus man in die Caldera und auf das Bergmassiv des Roque De Los Muchachos schauen kann…

Wenn wir es schonmal bis hierhin geschafft haben, lassen wir es uns auch nicht nehmen, auch noch die rund 2 km zum zweiten Aussichtspunkt zu gehen. Hundert Steinmännchen können nicht irren…wir müssen auf dem richtigen Weg sein…

Der Rückweg geht ein ganzes Stück über asphaltierte Straße, dann hilft uns das GPS wieder, einige Abkürzungen und letztlich im letzten Stück den Weg durch die Mandelpflanzung wiederzufinden, den wir auch gekommen waren. Jetzt können wir sehen, daß sich in der Caldera – die eben noch völlig frei war –  inzwischen wieder die Cascada ausbreitet…

Diese Wanderung war mit 17 km die bisher weiteste aber irgendwie haben wir sie diesmal überraschend gut weggesteckt.

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La Palma 2013 – Highlights der palmerischen Natur

Bei weitem den intensivsten Eindruck, weil – zumindest auf der Westseite in jeder freien Ecke vorhanden – hinterlassen die palmerischen Bananen…

…aber es gibt  auch jede Menge Blühpflanzen, bei denen nicht nur die Üppigkeit, sondern auch die Tatsache, daß sie ohne jede Pflege praktisch ‘im Dreck’ wachsen, beeindruckt:

z. B. Euphorbia (Weihnachtsstern)…

…Feuerranke oder auch Feuerbegonie genannt…

…kanarischer Ginster…

…Bougainvillea…

…riesige Agaven…

…der bei uns in kleinen Blumentöpfen niemals blühende Geldbaum…

…oder die unglaublichen Lorbeerbäume, die wir schon mehrmals bis auf die riesigen Stämme zurückgeschnitten vorfanden und die im nächsten Jahr umso stärker belaubt waren.

Auch zahlreiche Vögel, die es nur hier auf den Kanaren gibt, sind uns gelegentlich begegnet, so z.B. auf unserer Bejenado-Tour der Kanarenpieper…

oder Kolkraben, die ich schon ausgestorben glaubte.

Der Kanarengirlitz, von dem der bekannte Kanarienvogel abstammt, ist uns zwar auch schon mehrmals (besonders akustisch) aufgefallen, scheint aber irgendwie etwas kamerascheu zu sein.

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La Palma 2013 – Cubo De La Galga

Da der Wetterbericht für nächste Woche auf der Ostseite eine höhere Regenwahrscheinlichkeit voraussagt, entschließen wir uns, dem Regenwald heute einen Besuch abzustatten, solange es noch nicht zusätzlich von oben gießt. Am Cubo De La Galga gibt es einen Infokiosk mit Parkplatz, wir fahren aber ein Stück über die asphaltierte Straße zur Schlucht und parken dort am Rand. Von hier geht es zu Fuß und bereits dieser Anfang ist sehr beeindruckend…

Es geht über abenteuerliche Wege und daß es hier meistens recht feucht ist, kann man nicht übersehen…

Bald führt ein weitgehend befestigter Weg am Rand der Schlucht vorbei…

…und nach rund zwei Stunden sind wir oben am Mirador, von wo aus man einen herrlichen Blick über den Regenwald hat…

An vielen Stellen liegt frisch gefallener Steinschlag auf dem Weg, der uns natürlich nicht aufhalten kann…

auch wenn die fall-gefährdeten Brocken gegen Ende der Route doch schon gelegentlich eine beeindruckende Größe aufweisen.

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La Palma 2013 – Der Pico Nambroque

Wenn man morgens von der Terrasse aus bereits El Hierro gut sehen kann (was eher selten ist), kann man das durchaus als Hinweis für gute allgemeine Fernsicht werten.
Wir machen uns daher auf, um diese von der Cumbre Nueva aus zu erleben, wozu wir die altbekannte Anfahrt zum Refugio El Pilar nutzen.
Die Sicht ist in der Tat traumhaft heute, auch wenn auf den Bergrücken zuweilen ein so scharfer Wind weht, daß man trotz Sonne eine Jacke braucht und ich eine Fangleine an meinen Hut machen muß.

Ohne die üblichen Nebel- oder Wolkenschleier kann man hier Teneriffa und La Gomera sehen…

…und wir beschließen daher auf den Nambroque zu steigen, von dem aus man alle drei Nachbarinseln gleichzeitig sehen kann. Der Nambroque ist ein etwa 1000 Jahre alter erloschener Vulkan, an dessen Rand noch einige Zinnen  stehengeblieben sind, die man als Panorama-Kanzel nutzen kann…wenn man sich traut.

Tatsächlich gibt es vom Gipfel aus ungetrübten Rundblick, wenn man sich den im ersten Bild am rechten – und im zweiten Bild am linken Bildrand befindlichen Baum als Referenz nimmt, kann man sich das Gesamtpanorama vorstellen:

Der kurze Weg zum ‘Ausguck’ lohnt sich, von hier kann man die Ostseite der Insel überschauen und sieht direkt auf die Inselhauptstadt Santa Cruz

Auf dem Rückweg gibt es eine Rast an einer der kurios verwachsenen, uralten kanarischen Kiefern…

…die sich ab einem gewissen Alter auch nicht mehr so leicht durch einen der Waldbrände beeindrucken lassen, die hier auf der Insel im letzten Jahr wieder viel Schaden angerichtet haben.
Weithin sichtbar sind die verbrannten Gebiete, die sich durch die Wälder ziehen, nur von nahem sieht man, daß die Regeneration aber bereits im Gange ist…

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La Palma 2013 – Kanarische Geschichte und kanarischer Fisch…

Eigentlich wollten wir heute wieder wandern, denn unser Ruhetag war gestern. Als wir aber Richtung Cumbre fahren, ahnen wir schon, daß das heute nichts wird, die Cascada hat den Berg heute fest im Griff und für eine ‘Feuchtwanderung’ sind wir nicht ausgerüstet.

Also fahren wir über den Berg und über die alte Serpentinenstraße von Brena Alta aus in die Inselhauptstadt Santa Cruz, wo wir in einer Gasse der Altstadt einen Parkplatz finden (was auf den offiziellen Parkplätzen eher schwierig und teuer ist).

Hier sind noch die meisten ‘Fahrbahnen’ mit Vulkan-Bruchsteinen gepflastert und die Bürgersteige kunstvoll mit flachen ‘Bachsteinen’ (die natürlich auch von den Stränden stammen) in Mustern gelegt…

 An der Hafenpromenade stehen noch etliche der alten spanischen ‘Balkonhäuser’, die zum Teil abenteuerlich bis prächtig geschmückt sind…

…und wenn der Schmuck nicht von den Besitzern kommt, sorgt nach einiger Zeit die Natur auch schonmal alleine für den Dachgarten…

Abends sind wir dann wieder ‘drüben bei uns’ auf der Westseite und kämpfen uns im Sonnenuntergang tapfer durch die Riesen-Fischportionen, die anscheinend auch die Katze schon überfordert haben…

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