La Palma 2013 – Zur Cueva De Candelaria

Der kleine Ort Tijarafe liegt auf etwa 700m und ist unter anderem bekannt durch die darunter liegende Bucht, die angeblich früher Piraten und Schmugglern als Unterschlupf diente. Sie wird in erster Linie per Schiff erreicht, denn die Fußwege dorthin sind alle recht mühsam, auch wenn es mittlerweile eine Straße gibt, über die man einen großen Teil des Weges abkürzen könnte. Wir entschließen uns, über die kleine Bucht Playa Del Jurado dorthin zu wandern, wozu wir von Tijarafe aus erstmal in einen riesigen Barranco hinabsteigen müssen…

Zunächst wandert man noch durch üppige Landschaft mit riesigen Agaven, bald wird es aber felsiger…

…und nicht nur das Schild weist darauf hin, daß die Formung der Landschaft hier wohl noch nicht fertig zu sein scheint…

Hat man den Barranco durchquert und ist auf der anderen Seite wieder hochgestiegen, geht es wieder durch Gärten und man nähert sich bergab an einer Bananenplantage vorbei langsam der Bucht…

Der Abstieg ist nicht einfach und man kann auf der anderen Seite bereits den Weg erkennen, den wir wieder hoch müssen, um zur Schmugglerbucht zu kommen. Von weitem sieht dieser Weg recht harmlos aus, er wird sich aber später als recht schwierig und riskant herausstellen…

Über die Serpentinen des Abstiegs hinweg kann man unten bereits die erste Station unserer Wanderung, die Bucht Playa Del Jurado erkennen…

…an der einige ehemalige Fischerhütten stehen, die an den Wochenenden zum Teil noch von Einheimischen genutzt werden und – die sich als recht steinig erweist.

Nach einer kurzen Rast geht es dann an den Aufstieg, von dem aus man jetzt den gegenüberliegenden Weg erkennen kann, den wir zuvor heruntergekommen sind und der unten an den Hütten endet.
Der an dieser Stelle völlig ungesicherte Weg im Steilhang hat stellenweise nur Fußbreite und so traue ich mich auch erst zu fotografieren, als ich mich für einen Moment an einem Lava-Überhang anlehnen kann.

Oben angekommen müssen wir erneut rasten, denn neben Angst und Anstrengung kommt mittlerweile auch die Sonne als Erschwernisfakfor dazu. Zur Schmugglerbucht führt aber eine zwar steile, jedoch asphaltierte Straße bis zum letzten Stück Fußweg. Hinten am Felsen kann man unterdessen wieder den Weg nach oben erahnen und uns schwant Übles…

Kommt man um die Kurve des an dieser Stelle komfortabel angelegten Fußweges, schaut man auf die ‘Piratenhäuser’, die ebenfalls an den Wochenenden großenteils von Einheimischen genutzt werden und wo dann auch manche Fiesta steigt…

Einige wenige der Häuser sind auch jetzt bewohnt und man hat etwas das unangenehme Gefühl, bei fremden Leuten uneingeladen durchs Wohnzimmer zu marschieren…

Der Weg von der Piratenbucht nach oben erweist sich dann gottseidank zwar als nicht leicht, aber dennoch bei weitem als nicht ebenso abenteuerlich wie der vorige Aufstieg. Einzig die Tatsache, daß man sich jetzt wieder mühsam von 0 auf ca 670m hocharbeiten muß, kostet in diesem Gelände fast zwei Stunden und obwohl es insgesamt nur etwa 13km waren, sind wir danach ziemlich platt.

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