In einer Dreiviertelstunde erreicht man von Calheta aus Funchal über die Autobahn-ähnlichen Schnellstrassen, die allerdings größtenteils durch Tunnel führen, weshalb man auf diesen Verkehrswegen auch nicht viel von der Insel sieht. In der Nähe der Seilbahn zum Monte parken wir im dortigen Parkhaus und schauen zunächst in den Markthallen vorbei…
…wo aber heute auf den verschiedenen Etagen nicht so viel Betrieb ist wie an den Wochenenden.
Auch in der Fischhalle ist vergleichsweise wenig los, ein paar Stände sind aber doch besetzt, wo es nicht nur den beliebten schwarzen Degenfisch gibt.
Danach entschließen wir uns, mit der Seilbahn zum Monte hochzufahren…
…wobei man den besten Blick über die Stadt hat. Unten am Hafen sieht man Kreuzfahrtschiffe liegen, die während der ganzen tagelangen Liegezeit ihre Dieselmotoren laufen lassen, um den notwendigen Strom für die schwimmenden Städte zu erzeugen.
Insgesamt ist das Preisniveau der touristischen Angebote hier auf einem Level, den man getrost als Abzocke bezeichnen kann, weshalb wir uns nach den 32€ für die Schwebebahn sowohl die 25€ Eintritt für den Tropical Garden verkneifen und ersatzweise den Blick über die Mauer werfen…
…als auch auf die 30€-Fahrt mit dem Holzschlitten verzichten.
Stattdessen werfen wir vor der Rückfahrt noch einen Blick in die Kirche…
Das Wetter verspricht sonnig zu werden und wir fahren ganz in den Osten der Insel, um dort eine Wanderung zu machen, die sich sehr von der gestrigen Route entlang dem Wasserkanal unterscheidet. Dort wo die Autobahn-ähnliche Ost-West- Verbindungsstraße endet, kann man den Wagen abstellen und sich zu Fuß zum Inselende aufmachen.
Der gut besuchte Weg beginnt ganz moderat…
…und schon bald ist der Parkplatz kaum noch zu sehen.
Der für die Entstehung der Insel verantwortliche Vulkanismus hat interessante Formen vor der Küste geschaffen…
…und langsam wird der Weg beschwerlicher.
Nur mit Mühe kann man die nachkommenden Wanderer noch erkennen…
Bald kann man in der Ferne die Hütte Cais do Sardinha erkennen, die einen Imbiss-Kiosk enthält und den Endpunkt der Wanderung markiert.
Als wir dort sind, machen wir eine kurze Rast und treten dann den Rückweg an, denn langsam werden die Beine schwer und es sind noch viele Stufen zu bewältigen.
Von weitem ist die Prozession der Rückwanderer auf dem Berggrat zu sehen und nach etwas mehr als 2 Stunden sind wir wieder am Auto.
Endlich ist das Wetter besser und wir beschließen, nach dem Frühstück in den Norden Richtung Sao Vicente zu fahren. Der Ort ist sehr touristisch und erinnert mit seinem allgegenwärtigen Renovierungsstau ebenso wie die gestrigen Küstenorte etwas an die alten abgeliebten englischen Seebäder, weshalb wir ziemlich gleich weiterfahren nach Porto Moniz, wo es durch Lava gebildete Naturschwimmbecken gibt.
Nach einem Kaffee machen wir einen Abstecher zu den Grutas de São Vicente, leider sind diese Lavahöhlen aber wegen Instandsetzungsarbeiten geschlossen, so daß wir zu unserem heutigen Hauptziel weiterfahren, der Levada Faja do Rodrigues.
Nach einem kurzen Anstieg erreicht man den Weg entlang der Wasserleitung, der durch die Regenfälle der letzten Tage etwas aufgeweicht ist.
Nach kurzer Zeit durchschreitet man die erste Wasserfurt…
…und erreicht bald einen kleinen, aber ziemlich hohen Wasserfall, hinter dem man durchgehen muß.
Bald liegt der erste Tunnel vor uns, den wir mit Taschenlampen begehen müssen.
Neben dem Wasserkanal ist relativ wenig Platz und man muß aufpassen, daß man nicht das Gleichgewicht verliert.
Wie an vielen Stellen der Insel gibt es auch hier sehr zahlreiche Wasserfälle…
…aber das Wasser verursacht auch zahlreiche Bergrutsche und Felsstürze und ein solcher beendet dann auch kurz vor dem letzten Tunnel unsere Wanderung.
Trotzdem war es eine sehr schöne Strecke und das Wetter hat mitgespielt bis zum Sonnenuntergang zu Hause.
25.02.2022 Das Haus liegt spektakulär auf der Klippe eines Barrancos, in dem das Wasser aus den Bergen in einigen kleineren Wasserfällen Richtung Meer stürzt.
Von den verschiedenen Terrassen des Hauses schaut man auf den Hafen von Arco de Calheta, wo das Wetter am Abend unseres Eintreffens zwar noch ganz gut war…
…am nächsten Morgen allerdings ist das schönste der Regenbogen, der das aufgezogene Regenwetter begleitet.
Wir bleiben notgedrungen zu Hause und glauben der Vorhersage, daß das Wetter spätestens übermorgen am Sonntag besser werden soll.
26.02.2022 Bis Mittag regnet es noch, dann klart es zumindest etwas auf und wir fahren zunächst nach Ponta do Sol, das als besonders schön beschrieben wird. Wir sind aber nur mäßig beeindruckt…
…und fahren noch weiter nach Ribeira Brava, wo wir hoffen, etwas zu essen zu bekommen. Leider sind die Touristen Abfütterungshallen so gar nicht nach unserem Geschmack, weshalb wir nach kurzem Aufenthalt zurück nach Arco de Calheta fahren, wo es den ersten „Peixe Espada com Banana e Maracujá“ gibt, ein Nationalgericht auf Madeira mit dem gefährlich aussehenden und in Festland-Europa nicht erhältlichen Tiefsee-Degenfisch.
Aufgrund der immer noch anhaltenden Flut-bedingten A1 Teilsperrung wurde die Anfahrt zum Maritim zum ersten Abenteuer dieses Urlaubs. Erster Hauptdarsteller war dabei das inzwischen recht betagte Mercedes-Navi, das uns erst irgendwo in die Prairie schickte und dann plötzlich behauptete, die Navi-CD sei defekt. Also anhalten und das andere Navi aus dem Gepäck holen, das allerdings bereits auf Portugal programmiert war und insofern erst eine etwas längere Ansprache brauchte. Letztlich verlängerte sich die Fahrt nach Düsseldorf dann auf eine zusätzliche halbe Stunde, bis wir mit neuer Navigation wieder in die Zivilisation zurückgefunden hatten, dort lief dann allerdings alles gewohnt reibungslos ab. Beim Late Night Check In riet man uns, am nächsten Morgen 90 Minuten vor Boarding am Gate zu sein, weil extrem viel los sei. Das bewahrheitete sich dann auch, halb Holland schien sich eingefunden zu haben und der Betrieb an den Vereinzelungsgängen erinnerte an Phantasialand in der Hochsaison.
Erst beim Boarding teilte man uns mit, daß leider eine andere Maschine als geplant verwendet werden müsse, die über weniger Sitzplätze verfügte, weshalb aus unseren Business Plätzen plötzlich im Handstreich Economy Plätze wurden und wir einen Wisch erhielten, den man an Condor schicken sollte, um dann eine entsprechende Gutschrift zu erhalten. Im Gespräch mit anderen Fluggästen verstärkte sich dann allerdings der Eindruck, daß man die Maschine schlicht überbucht hatte, was dann auch plausibel erschien, da definitiv jeder der 220 Sitze besetzt war. Mitten im beginnenden Boarding wurde dann auch noch unterbrochen, weil angeblich das Catering erst aus dem anderen Flieger umgeladen werden mußte, was letztlich dazu führte, daß die Maschine fast zwei Stunden später abhob als geplant. Positiv muß man allerdings verbuchen, daß der Flieger wenigstens landen konnte, was etlichen anderen in den letzten Tagen aufgrund der starken Sturm-Wetterlage nicht möglich war. Von Umleitungen nach Faro oder zu den Kanaren war die Rede, insofern sind wir ja noch deutlich besser dran. Wir sind zwar etwas holperig, aber immerhin heil heruntergekommen, haben unser Auto bekommen und uns ziemlich platt den ersten Sonnenuntergang angesehen, morgen sehen wir dann weiter.
Nachdem wir 2020 unseren La Palma Urlaub noch gerade so hinter uns gebracht hatten, bevor die Pandemie mit allen ihren Einschränkungen so richtig loslegte, fiel La Palma 2021 aus eben diesem Grund dann aus. Die unsichere Situation mit täglich anderslautenden Meldungen und Bestimmungen hatte uns veranlaßt, uns ein Jahr Pause zu verordnen um dann im Folgejahr wieder richtig loszulegen. Als hätte es nicht gereicht, daß die Pandemie im Folgejahr entgegen aller Hoffnungen doch noch nicht zu Ende war, brach dann am 19. September 2021 auf der Insel ein Schlot der altehrwürdigen Cumbre Vieja aus, die wir so oft bewandert hatten und begrub den von uns bereits gebuchten Bungalow unter meterdicker Lava. Also noch ein Jahr schieben… allerdings schied La Palma zum Zeitpunkt der Planung definitiv aus… der Vulkan war immer noch aktiv und die von uns bevorzugte Gegend praktisch wohntechnisch nicht mehr da oder aufgrund verschütteter Straßen nicht erreichbar.
Also mußte eine Alternative her und nach einiger Überlegung entschieden wir uns für Madeira, einer La Palma nicht unähnlichen Insel, die wir bisher eigentlich nur vermieden hatten, weil es in unserer bevorzugten Reisezeit Januar/Februar dort noch etwas frisch sein kann. Wir entschieden uns für einen Bungalow über dem Meer nahe Calheta, im Südwesten der Insel und nutzten die Umbuch-Option des Condor-Fluges.
Das erste Störfeuer kam aber wieder mal von Condor, die uns ca 2 Wochen vor Abflug lapidar mitteilten, daß unser Rückflug sowohl drei Tage später stattfinden würde als gebucht, als auch dann nicht direkt nach Hause, sondern erstmal weiter nach Fuerteventura, was unsere Rückreisezeit zum mehr als 6stündigen Fernflug aufblähen würde. Vermutlich rechnete man damit, daß alle Urlaubsreisenden inzwischen so ausgehungert wären nach einem Tapetenwechsel, daß man die Änderungen zähneknirschend in Kauf nimmt, die einzige Alternative wäre ja ein erneutes Storno mit allem, was dran hängt wie: Hotel am Flughafen DUS, Ferienhaus, Mietwagen etc. Am gleichen Tag wurde dann auch noch in einem Madeira-Forum berichtet, daß ein Lufthansaflug von München nach drei vergeblichen Landeversuchen in stürmischem Wetter wieder nach München zurückgekehrt ist… also 10 Stunden Flug umsonst. Solche Meldungen gehen aber angesichts von russischen Kriegsdrohungen in der Bedeutungslosigkeit nahezu unter. Also macht man lieber die Faust in der Tasche und freut sich darauf, daß nach zwei Jahren endlich etwas Erholung in Reichweite ist, da liest man morgens das im Internet:
Morgen geht’s jetzt also erstmal nach Düsseldorf, übermorgen dann zur Insel. Wie sagte Prof. Dr. Sauerbruch angesichts einer offenen Wunde: „das kann ja Eiter werden…“
Auch wenn wir uns aufgrund der massiven Veränderungen auf der Insel immer wieder „zum letzten Mal‘ auf der Insel wähnen, zog es uns bisher dann doch immer wieder her. Aufgrund unseres späten Entschlusses haben wir diesmal zwar nicht mehr unser Wunschhaus buchen können, sind aber doch noch ein letztes Mal auf ‚El Drago‘, da das bisherige Verwalterpaar die Anlage abgibt. In den Nachrichten hört man unterdessen, daß in China eine Grippe-ähnliche Seuche ausgebrochen ist, die aber doch sicher nicht bis Europa kommen wird. Daß es – auch aufgrund des im Folgejahr stattfindenden Vulkanausbruchs – unsere nach mehr als 25 Jahren vorerst letzte Reise nach La Palma werden würde, war zu dem Zeitpunkt noch nicht zu ahnen…
13.01.2020 Flug um 10:00h lief problemlos und relativ pünktlich. Leider wieder einen Einfachst-Flieger aus der Thomas-Cook Konkursmasse erwischt, der kein Audio/Video-System an Bord hatte. Dank Premium Aufpreis den Koffer als erste bekommen, dank Erfahrung auch den ersten Mietwagen bekommen (wenn man weiß, wo man sich anstellen muß).
14.01.2020 Die traditionell erste Konditionierungswanderung zum El Time absolviert, dabei erwartungsgemäß leichte Schwächen aufgedeckt.
trotzdem oben die Belohnung abgeholt.
Abends in El Remo gegessen… erstaunlicherweise scheint der kurze Höhenflug der dortigen Kiosk-Gastronomie erstmal beendet… jetzt gibt es wieder die gleiche Einfach-Karte wie vor Jahren, als die Buden noch direkt im Strandkies standen, die Fashion-Salätchen mit Deko-Sößchen hat man erstmal wieder eingestellt…
15.01.2020 Erholungstag von der gestrigen Wanderung und Großeinkauf in Los Llanos. Mittags kleiner Imbiß in der Stadt, abends auf der Terrasse Papas Arrugadas und selbst gemachte Mojo mit Hoyo de Mazo runtergespült.
16.01.2020 Erster Besuch des aufwendig neu angelegten Zentrums rund um die Lavafelder, die der San Juan dort hinterlassen hatte, der am 21.06.1949 ausgebrochen war.
Mittags Essen in Puerto Tazacorte an der Touri-Meile.
17.01.2020 Vulkanroute bei traumhaftem Wetter, Teneriffa und La Gomera sind heute gut zu sehen.
18.01.2020 Erholungstag. Am vormittag im neuen Mercado von El Paso reingeschaut. Man legt sich mächtig ins Zeug, um der Konkurrenz Touristen abzujagen…
Mittagssen dann beim Varadero am Hafen von Puerto Tazacorte. Leider bestenfalls mittelmäßig in Bezug auf Lage, Ambiente, Preis und Qualität, verglichen z.B. mit El Remo.
19.01.2020 Wanderung von Tinizara zur Lomada Grande. Die Stacheln einiger Opuntien-Arten sind nicht zu unterschätzen.
20.01.2020 Erholungstag. Morgens zweites Frühstück in Los Llanos, abends Thunfischsteaks auf der Terrasse.
21.01.2020 Von Tinizara zum Bio Cafe bei den Buracas
22.01.2020 Erholungstag. Fahrt nach Fuencaliente zum Faro, abends nochmal Fisch in El Remo
23.01.2020 Wanderung von der Virgen del Pino auf die Cumbre. Die Wege sind dicht mit Kiefernnadeln bedeckt, was nicht nur gelegentlich ziemlich rutschig ist, sondern auch in den heißen Sommermonaten die häufigen Waldbrände fördert. Früher wurden diese Nadeln von den Bauern eingesammelt und als Winter-Brennstoff nach Hause gebracht, was heute kaum noch jemand macht.
Oben trifft zeitgleich mit uns die Cascada ein, was aber eher als freudiges Ereignis gewertet wird.
24.01.2020 Erholungstag mit Abstechern nach Los Llanos und Puerto Naos, abends Sonnenuntergang am Haus.
25.01.2020 Nochmal die große Runde über den Time gegangen, abends unten am Kiosco Teneguia gegessen.
27.01.2020 Wanderung um Briestas – Los Goteros. Die Kiefern können hier sehr bemerkenswert werden… sowohl in der Höhe…
…als auch in ihrer Gesamterscheinung.
Einziger Wermutstropfen ist die Eigenart, mit dem Nadelabwurf einen hochbrennbaren Teppich über ihre Umgebung zu legen.
29.01.2020 Wanderung vom Refugio el Pilar über die Cumbre Nueva durch die Baumheide bis zum Virgen Endpunkt und zurück
30.01.2020 Abschied von der Insel, morgen ist Rückflug. Ein letztes Mal interessante Steine suchen am Strand der Playa Nueva, die es leider in dieser Form nach dem Vulkanausbruch im September 2021 nicht mehr geben wird, das Gebiet wird komplett von Lava überdeckt werden.
Ein letzter Fisch mit Papas Arrugadas, ein letzter Blick aufs Meer, ob wir nochmal irgendwann wiederkommen?
Da uns die Wanderung bei Las Tricias so gut gefallen hat, entschließen wir uns, trotz eher mäßig verheißungsvoller Wettervorhersage zur Nachbargemeinde Puntagorda zu fahren, von es auch eine GPS gestützte Rundwanderung gibt. Es geht zunächst dicht am Barranco Izcagua vorbei…
…auf dessen anderer Seite man die Gofio Mühle von Las Tricias in der Ferne sehen kann, die wir vor einigen Tagen besucht hatten.
Die Einblicke in den Barranco sind stellenweise spektakulär und an einem Refugio, das wir durchqueren, hat man deshalb sogar zwei gläserne Aussichtsplattformen angebracht.
Der Wanderweg führt ebenfalls hinunter in einen Barranco, an dessen Steilwand sich ein riesiger Goldkelchwein (solandra) vor noch bewohnten Höhlen angesiedelt hat.
Auf der anderen Seite geht es wieder hoch, offenbar ist es hier im Jahresdurchschnitt feucht genug, daß es sogar Gras gibt… eine Seltenheit auf La Palma.
Ein Kanaren-Waldbrettspiel begleitet uns ein Stück – ein Schmetterling, den es in dieser Variante nur hier auf den Kanaren gibt.
Als wir langsam wieder aufsteigen in Richtung des Dorfes, braut sich oben so ganz langsam die Cascada zu Regenwolken zusammen.
Wir schaffen es aber noch rechtzeitig über den schönen, teilweise ganz neu angelegten Sendero und sind nach rund vier Stunden wieder am Auto.
Da wir praktisch schon seit Jahrzehnten im Winter für einige Wochen herkommen, bleibt es nicht aus, daß wir bestimmte Wanderungen, die uns besonders gut gefallen haben, wiederholen. Ein reizvoller Aspekt dabei ist, die Veränderungen über die Jahre zu entdecken, sei es manchmal auch nur der Blick auf die sich immer weiter ausdehnenden Dörfer, die vor fast dreißig Jahren zum Teil nur einen Bruchteil der heutigen Ausdehnung hatten.
23.01.2019 Torre del Time Richtung Tijarafe geht bei km 88 eine Straße nach El Jesús hinauf, die sich bis zu einer kleinen Ermita erstreckt, wo man den Wagen abstellen kann… so man denn einen Parkplatz findet. Vor Jahren noch ein Geheimtip, mußte man inzwischen einen richtigen Parkstreifen anlegen, weil die Touristen sonst alle Straßen mit ihren Mietwagen blockieren. Wir finden dort auch keinen Parkplatz und stellen unser Auto daher 200m höher ab, von wo es nicht mehr weit ist bis zu dem Wanderweg, der zum Feuer-Wachturm Torre del Time geht. Gleich zu Anfang erweist sich der ‘Wanderweg’ schon als Kletterpartie.
Durch Wein- und Mandelgärten geht es ein Stück über eine ungeteerte Landstrasse…
…bis der Feuerturm von weitem sichtbar wird.
Nach einer kurzen Rast geht es weiter über die steinige Strecke…
…bis zur Abzweigung La Traviesa, die den schönsten Teil der Wanderung darstellt.
Das letzte Stück geht vorbei an uralten Pajeros, die wir zum Teil vor vielen Jahren noch bewohnt erlebt haben, die aber mittlerweile alle leer stehen.
Noch ein letztes sehr steiles Stück und nachdem wir an einem Garten noch ein paar Orangen kaufen konnten, sind wir wieder am Wagen.
22.01.2019 Fuencaliente In Fuencaliente – oder Los Canarios, wie es mittlerweile heißt – hat sich sehr viel getan. Es wurden sowohl viele Häuser als auch Straßen gebaut, so daß man das Dorf kaum noch wiedererkennt, wenn man länger nicht mehr hier war. Wir entschließen uns dazu, den Salinen und den beiden Leuchttürmen einen Besuch abzustatten, die man mit einer Wanderung durch die Schlackenfelder des Teneguia von Fuencaliente aus erreichen kann.
Inzwischen führt auch eine ausgebaute Straße hinunter, weshalb der Parkplatz vor den Leuchttürmen gut besucht ist. Der alte Leuchtturm, der schon vor 1900 erbaut wurde, war bei den Vulkanausbrüchen (bzw den begleitenden Erdbeben) der Jahre 1949 und 1971 so stark beschädigt worden, daß 1985 ein neuer Turm daneben erbaut wurde und der Alte nur noch als Museum dient.
In unmittelbarer Nachbarschaft liegen die Salinen, in denen das Teneguia Salz gewonnen wird. Nähert man sich den Becken, geht man auch bei den Zuwegen über eine Salzkruste. Hier gibt’s bestimmt niemals Glatteis!
An dieser Stelle der Insel kann man nicht nur El Hierro sehen wie in Puerto Naos, sondern am Horizont zeichnet sich hier auch La Gomera ab.
20.01.2019 Pico de la Cruz Die Wettervorhersage prognostiziert heute nur auf den höchsten Gipfeln der Inseln Sonne – wenngleich dort oben auch bei vergleichsweise eisigen Temperaturen und oft genug mit scharfem Wind. Wir nehmen trotzdem die lange Anfahrt über Santa Cruz in Kauf und schlängeln uns mühsam hinauf bis zum Pico de la Cruz, von dem aus man entweder hinunter zum Pico de las Nieves (und bei Bedarf noch weiter zur Virgen del Pino), oder aber hinauf Richtung Roque de los Muchachos und den Observatorien gehen kann. Wir entscheiden uns für die Richtung Roque…
Tatsächlich pfeift hier oben der Wind ganz ordentlich, so daß wir zum erstenmal in diesem Urlaub die Anoraks tragen müssen. Der Weg über den Grat ist allerdings sehr schön und die Sicht auf die Caldera und das restliche Felsmassiv traumhaft…
Die Ausblicke sind spektakulär…
…und schon bald können wir nicht nur die ersten Bauten des Observatoriums sehen, sondern leider auch den überfüllten Parkplatz dort oben, weshalb wir nach einer Pause wieder zum Auto zurückkehren.
19.01.2019 El Time ‘komplett’ Abgesehen von unserer traditionellen ersten ‘Konditionierungswanderung’ zum El Time hinauf, gibt es dort auch noch die Variante, die nach dem Besuch im Gipfelcafé nicht wieder den gleichen Weg hinunter nach Puerto de Tazacorte nimmt, sondern noch ein Stückchen weiter aufsteigt in Richtung Torre del Time. Diesmal kommen wir deutlich schneller hinauf als beim ersten Versuch vor zwei Wochen…
…und nach erwähntem Kaffee-Stop geht es weiter hoch, bis man unter einem Bündel Wasserrohre (die zur Versorgung der Plantagen dienen) hindurchgeht…
…um auf der anderen Seite des Berges hinabzusteigen. Hier hat man einen tollen Blick auf das Aridanetal…
…und schraubt sich langsam über der Straße auf dem Wanderweg nach unten.
Unten durchquert man einige Bananenplantagen…
…bis man unter wenig Vertrauen erweckenden Überhängen aus ziemlich lockerem Vulkangestein wieder die Straße nach Puerto Tazacorte erreicht.
Während der ‘Touristen-Drachenbaum” oben an der Straße bei Puntagorda steht, muß man sich die wirklichen Stars dieser Gattung in einer nicht ganz einfachen Wanderung bei Las Tricias erarbeiten. Gleich bei der Dorfkirche geht ein schmaler Pfad durch bunte Gärten hinunter…
…vorbei an blühenden Mandelbäumen…
…und einem ziemlich tiefen Barranco.
Nach wenigen Kilometern erreicht man eine alte Gofio-Mühle…
…die zwar nicht mehr in Betrieb ist, aber ein interessantes kleines Museum beherbergt.
Je tiefer man kommt, umso häufiger trifft man alte Drachenbäume an, die erstaunlich groß werden können.
Kurz vor den Höhlen ist ein sehr hübsches Café angesiedelt…
…wo es erstmal ein zweites Frühstück gibt.
Vom Café aus geht ein ziemlich rustikaler Weg zu den Höhlen der Ureinwohner…
…die zwar ganz nett, für uns aber deutlich weniger interessant sind, als die übrige Natur hier.
Für den Rückweg nach oben gehen wir eine andere Route, auch wieder an beeindruckend großen Drachenbäumen vorbei.
Auch das letzte Stück nach oben ist wieder ziemlich steil und steinig, läßt sich mit den Wanderschuhen aber gut gehen und nach etwa 4 Stunden sind wir wieder bei unserem Auto in Las Tricias.