Da wir praktisch schon seit Jahrzehnten im Winter für einige Wochen herkommen, bleibt es nicht aus, daß wir bestimmte Wanderungen, die uns besonders gut gefallen haben, wiederholen. Ein reizvoller Aspekt dabei ist, die Veränderungen über die Jahre zu entdecken, sei es manchmal auch nur der Blick auf die sich immer weiter ausdehnenden Dörfer, die vor fast dreißig Jahren zum Teil nur einen Bruchteil der heutigen Ausdehnung hatten.
23.01.2019
Torre del Time
Richtung Tijarafe geht bei km 88 eine Straße nach El Jesús hinauf, die sich bis zu einer kleinen Ermita erstreckt, wo man den Wagen abstellen kann… so man denn einen Parkplatz findet. Vor Jahren noch ein Geheimtip, mußte man inzwischen einen richtigen Parkstreifen anlegen, weil die Touristen sonst alle Straßen mit ihren Mietwagen blockieren. Wir finden dort auch keinen Parkplatz und stellen unser Auto daher 200m höher ab, von wo es nicht mehr weit ist bis zu dem Wanderweg, der zum Feuer-Wachturm Torre del Time geht.
Gleich zu Anfang erweist sich der ‘Wanderweg’ schon als Kletterpartie.

Durch Wein- und Mandelgärten geht es ein Stück über eine ungeteerte Landstrasse…

…bis der Feuerturm von weitem sichtbar wird.

Nach einer kurzen Rast geht es weiter über die steinige Strecke…

…bis zur Abzweigung La Traviesa, die den schönsten Teil der Wanderung darstellt.



Das letzte Stück geht vorbei an uralten Pajeros, die wir zum Teil vor vielen Jahren noch bewohnt erlebt haben, die aber mittlerweile alle leer stehen.

Noch ein letztes sehr steiles Stück und nachdem wir an einem Garten noch ein paar Orangen kaufen konnten, sind wir wieder am Wagen.

22.01.2019
Fuencaliente
In Fuencaliente – oder Los Canarios, wie es mittlerweile heißt – hat sich sehr viel getan. Es wurden sowohl viele Häuser als auch Straßen gebaut, so daß man das Dorf kaum noch wiedererkennt, wenn man länger nicht mehr hier war.
Wir entschließen uns dazu, den Salinen und den beiden Leuchttürmen einen Besuch abzustatten, die man mit einer Wanderung durch die Schlackenfelder des Teneguia von Fuencaliente aus erreichen kann.

Inzwischen führt auch eine ausgebaute Straße hinunter, weshalb der Parkplatz vor den Leuchttürmen gut besucht ist. Der alte Leuchtturm, der schon vor 1900 erbaut wurde, war bei den Vulkanausbrüchen (bzw den begleitenden Erdbeben) der Jahre 1949 und 1971 so stark beschädigt worden, daß 1985 ein neuer Turm daneben erbaut wurde und der Alte nur noch als Museum dient.

In unmittelbarer Nachbarschaft liegen die Salinen, in denen das Teneguia Salz gewonnen wird. Nähert man sich den Becken, geht man auch bei den Zuwegen über eine Salzkruste. Hier gibt’s bestimmt niemals Glatteis!


An dieser Stelle der Insel kann man nicht nur El Hierro sehen wie in Puerto Naos, sondern am Horizont zeichnet sich hier auch La Gomera ab.

20.01.2019
Pico de la Cruz
Die Wettervorhersage prognostiziert heute nur auf den höchsten Gipfeln der Inseln Sonne – wenngleich dort oben auch bei vergleichsweise eisigen Temperaturen und oft genug mit scharfem Wind. Wir nehmen trotzdem die lange Anfahrt über Santa Cruz in Kauf und schlängeln uns mühsam hinauf bis zum Pico de la Cruz, von dem aus man entweder hinunter zum Pico de las Nieves (und bei Bedarf noch weiter zur Virgen del Pino), oder aber hinauf Richtung Roque de los Muchachos und den Observatorien gehen kann. Wir entscheiden uns für die Richtung Roque…
Tatsächlich pfeift hier oben der Wind ganz ordentlich, so daß wir zum erstenmal in diesem Urlaub die Anoraks tragen müssen. Der Weg über den Grat ist allerdings sehr schön und die Sicht auf die Caldera und das restliche Felsmassiv traumhaft…


Die Ausblicke sind spektakulär…


…und schon bald können wir nicht nur die ersten Bauten des Observatoriums sehen, sondern leider auch den überfüllten Parkplatz dort oben, weshalb wir nach einer Pause wieder zum Auto zurückkehren.

19.01.2019
El Time ‘komplett’
Abgesehen von unserer traditionellen ersten ‘Konditionierungswanderung’ zum El Time hinauf, gibt es dort auch noch die Variante, die nach dem Besuch im Gipfelcafé nicht wieder den gleichen Weg hinunter nach Puerto de Tazacorte nimmt, sondern noch ein Stückchen weiter aufsteigt in Richtung Torre del Time.
Diesmal kommen wir deutlich schneller hinauf als beim ersten Versuch vor zwei Wochen…

…und nach erwähntem Kaffee-Stop geht es weiter hoch, bis man unter einem Bündel Wasserrohre (die zur Versorgung der Plantagen dienen) hindurchgeht…

…um auf der anderen Seite des Berges hinabzusteigen. Hier hat man einen tollen Blick auf das Aridanetal…

…und schraubt sich langsam über der Straße auf dem Wanderweg nach unten.

Unten durchquert man einige Bananenplantagen…

…bis man unter wenig Vertrauen erweckenden Überhängen aus ziemlich lockerem Vulkangestein wieder die Straße nach Puerto Tazacorte erreicht.
