Nachdem wir 2020 unseren La Palma Urlaub noch gerade so hinter uns gebracht hatten, bevor die Pandemie mit allen ihren Einschränkungen so richtig loslegte, fiel La Palma 2021 aus eben diesem Grund dann aus. Die unsichere Situation mit täglich anderslautenden Meldungen und Bestimmungen hatte uns veranlaßt, uns ein Jahr Pause zu verordnen um dann im Folgejahr wieder richtig loszulegen. Als hätte es nicht gereicht, daß die Pandemie im Folgejahr entgegen aller Hoffnungen doch noch nicht zu Ende war, brach dann am 19. September 2021 auf der Insel ein Schlot der altehrwürdigen Cumbre Vieja aus, die wir so oft bewandert hatten und begrub den von uns bereits gebuchten Bungalow unter meterdicker Lava. Also noch ein Jahr schieben… allerdings schied La Palma zum Zeitpunkt der Planung definitiv aus… der Vulkan war immer noch aktiv und die von uns bevorzugte Gegend praktisch wohntechnisch nicht mehr da oder aufgrund verschütteter Straßen nicht erreichbar.

Also mußte eine Alternative her und nach einiger Überlegung entschieden wir uns für Madeira, einer La Palma nicht unähnlichen Insel, die wir bisher eigentlich nur vermieden hatten, weil es in unserer bevorzugten Reisezeit Januar/Februar dort noch etwas frisch sein kann. Wir entschieden uns für einen Bungalow über dem Meer nahe Calheta, im Südwesten der Insel und nutzten die Umbuch-Option des Condor-Fluges.

Das erste Störfeuer kam aber wieder mal von Condor, die uns ca 2 Wochen vor Abflug lapidar mitteilten, daß unser Rückflug sowohl drei Tage später stattfinden würde als gebucht, als auch dann nicht direkt nach Hause, sondern erstmal weiter nach Fuerteventura, was unsere Rückreisezeit zum mehr als 6stündigen Fernflug aufblähen würde. Vermutlich rechnete man damit, daß alle Urlaubsreisenden inzwischen so ausgehungert wären nach einem Tapetenwechsel, daß man die Änderungen zähneknirschend in Kauf nimmt, die einzige Alternative wäre ja ein erneutes Storno mit allem, was dran hängt wie: Hotel am Flughafen DUS, Ferienhaus, Mietwagen etc.
Am gleichen Tag wurde dann auch noch in einem Madeira-Forum berichtet, daß ein Lufthansaflug von München nach drei vergeblichen Landeversuchen in stürmischem Wetter wieder nach München zurückgekehrt ist… also 10 Stunden Flug umsonst. Solche Meldungen gehen aber angesichts von russischen Kriegsdrohungen in der Bedeutungslosigkeit nahezu unter.
Also macht man lieber die Faust in der Tasche und freut sich darauf, daß nach zwei Jahren endlich etwas Erholung in Reichweite ist, da liest man morgens das im Internet:

Morgen geht’s jetzt also erstmal nach Düsseldorf, übermorgen dann zur Insel. Wie sagte Prof. Dr. Sauerbruch angesichts einer offenen Wunde: „das kann ja Eiter werden…“