Einmal mehr eine Reise mit Hindernissen, die unsere Lust auf Flugreisen weiter bedämpft. Der Umwelt wird es sicher gut tun, wenn weniger Kerosin in der Atmosphäre verbrannt wird, bleibt abzuwarten, ob sich unser Verzichtsvorsatz im nächsten kalten Winter durchhalten läßt.
Wenn auch diesmal nicht von Condor verschuldet, erreichte uns auch diesmal wieder 2 Tage vor Abflug die Nachricht, daß der Flug nicht von Düsseldorf würde starten können, da die Gewerkschaft Verdi dort zum Streik aufgerufen hat. Zwar bleibt die Startzeit bei 07:45 aber der Flughafen heißt jetzt Frankfurt. Wie sinnvoll, daß wir – wie üblich – rechtzeitig in Düsseldorf Park, Sleep&Fly im Maritim gebucht haben… Mit dem eigenen Auto nach Frankfurt zu fahren und dort zu parken ist auch nicht unbedingt ratsam, denn der Rückflug wird vermutlich planmäßig in Düsseldorf landen… wo man dann mit Gepäck – aber ohne Auto steht. Andererseits ist es auch noch nicht sicher, wo in 14 Tagen gestreikt werden wird und wo insofern der Rückflug landet, also alles offen. Bleibt nur ein PKW Zubringer, den wir aber aus Sicherheitsgründen schon am Vorabend besteigen, man weiß ja heutzutage nie, wer alles morgens auf der Autobahn klebt, wenn man in den Urlaub fliegen möchte.
Also Ankunft gegen 20:00 Uhr in Frankfurt, Late Night Check-In und dann… rund 10 Stunden die Zeit im Flughafen totschlagen. Nach etlichen vergeblichen Versuchen, auf diversen Stuhlreihen ein wenig schlafen zu können, ging dann der Flieger doch noch relativ pünktlich ab und etwa gegen Mittag Ortszeit landeten wir in GC. Wie üblich teilten wir uns auf, einer geht das Gepäck vom Band holen, der andere stellt sich derweil in die Schlange vor der Autovermietung…
Nur noch zwei Leute vor mir… schon mal die Reservierung und die Führerscheine rausholen… Die sind doch mit dem Perso im Portemonnaie… aber das ist… weg!! Nach erster Panik Rücksprache beim Groundservice, die im gelandeten Flieger suchen lassen… ohne Erfolg! Man gibt mir zwar schon mal die Adressen von Polizei, Botschaft und Fundbüro, wie ich allerdings ohne Führerschein an einen Mietwagen kommen soll, weiß man auch nicht.
Lange Rede kurzer Sinn: bei der gefühlt hundertsten Suche im Bord-Rucksack findet sich das schwarze Portemonnaie unter der ebenfalls schwarzen Tasche des Auto-Navis und die ganze Panik löst sich in Wohlgefallen auf.
Gegen 14:00h sind wir am Appartement und finden im Eingangsbereich der Wohnanlage auch den mit einem Zahlencode gesicherten Schlüsseltresor, der allerdings leider leer ist. Zum Glück hatte ich zu Hause noch nach einer Handynummer des Vermieters gefragt, so konnte ich anrufen und es stellte sich heraus, daß er mir die falsche Tresorbox genannt hatte. Nach einigem Hin und Her passte es dann und wir konnten endlich ankommen.
Dieses Puerto Rico ist mit Abstand eine der häßlichsten Betonsünden, die der spanische Tourismus hervorgebracht hat, aber jetzt sind wir mal hier und beabsichtigen nicht, allzu viel Zeit „zu Hause“ zu verbringen. Ein Spaziergang zum Strand, der mit Dutzenden von Lokalen gesäumt ist, deren Schlepper die Touristen mehr oder weniger aggressiv an ihre Tische quatschen wollen… Wir sind zu kaputt von diesem Streßtag um uns lange zu wehren und lassen uns zu einem gegrillten Fisch überreden, der uns mit je einem Getränk dann 60€ kostet. Der Sonnenuntergang mit dem Blick auf den Teide vom benachbarten Teneriffa ist das erste Highlight des Tages, dann geht es früh ins Bett, jetzt heißt es erstmal: ausschlafen!

nach so einem besch.. Start in den Urlaub kann man schon nervös werden. Ich drücke euch die Daumen, dass jetzt alles klappt und es eine gute Zeit wird.
dd