Aufgrund der immer noch anhaltenden Flut-bedingten A1 Teilsperrung wurde die Anfahrt zum Maritim zum ersten Abenteuer dieses Urlaubs. Erster Hauptdarsteller war dabei das inzwischen recht betagte Mercedes-Navi, das uns erst irgendwo in die Prairie schickte und dann plötzlich behauptete, die Navi-CD sei defekt. Also anhalten und das andere Navi aus dem Gepäck holen, das allerdings bereits auf Portugal programmiert war und insofern erst eine etwas längere Ansprache brauchte. Letztlich verlängerte sich die Fahrt nach Düsseldorf dann auf eine zusätzliche halbe Stunde, bis wir mit neuer Navigation wieder in die Zivilisation zurückgefunden hatten, dort lief dann allerdings alles gewohnt reibungslos ab. Beim Late Night Check In riet man uns, am nächsten Morgen 90 Minuten vor Boarding am Gate zu sein, weil extrem viel los sei. Das bewahrheitete sich dann auch, halb Holland schien sich eingefunden zu haben und der Betrieb an den Vereinzelungsgängen erinnerte an Phantasialand in der Hochsaison.

Erst beim Boarding teilte man uns mit, daß leider eine andere Maschine als geplant verwendet werden müsse, die über weniger Sitzplätze verfügte, weshalb aus unseren Business Plätzen plötzlich im Handstreich Economy Plätze wurden und wir einen Wisch erhielten, den man an Condor schicken sollte, um dann eine entsprechende Gutschrift zu erhalten. Im Gespräch mit anderen Fluggästen verstärkte sich dann allerdings der Eindruck, daß man die Maschine schlicht überbucht hatte, was dann auch plausibel erschien, da definitiv jeder der 220 Sitze besetzt war. Mitten im beginnenden Boarding wurde dann auch noch unterbrochen, weil angeblich das Catering erst aus dem anderen Flieger umgeladen werden mußte, was letztlich dazu führte, daß die Maschine fast zwei Stunden später abhob als geplant. Positiv muß man allerdings verbuchen, daß der Flieger wenigstens landen konnte, was etlichen anderen in den letzten Tagen aufgrund der starken Sturm-Wetterlage nicht möglich war. Von Umleitungen nach Faro oder zu den Kanaren war die Rede, insofern sind wir ja noch deutlich besser dran. Wir sind zwar etwas holperig, aber immerhin heil heruntergekommen, haben unser Auto bekommen und uns ziemlich platt den ersten Sonnenuntergang angesehen, morgen sehen wir dann weiter.