La Palma 2019 – Zum Lavasee

Die erste Woche ist schon rum und wir beschließen aufgrund des günstigesn Wetters, die obligatorische Vulkanroute bis zum Lieblingsort zu gehen, dem Lavasee, der 1949 beim Ausbruch des San Juan entstanden ist.

Vom Refugio geht es den gewohnten Weg hinauf, Hexenschuß-bedingt diesmal etwas langsamer als sonst.

Der Kiefernwald, der vor zwei Jahren nahezu völlig abgebrannt war, hat sich wieder weitgehend erholt, nur die angekohlten – aber nicht verbrannten – Stämme erinnern an die Feuersbrunst.

Selbst ein abgesägter Baum treibt am Stumpf neu aus, es sei denn, er wird entrindet. Erst dann können sich auch Pilze daran ansiedeln, um ihn langsam zu zersetzen.

Zwar hat das Feuer oft von den Bäumen nur den Hauptstamm übriggelassen, trotzdem treibt er an diesem Pfahl neu aus, was in der Masse schon recht seltsam aussehen kann

Der Dezimierung des Baumbestandes steuert der Wald selbst entgegen, indem er ungewöhnlich viele neue Sämlinge austreibt.

Auch der Baum, den wir seit mehr als 20 Jahren immer für eine Frühstücksrast genutzt hatten, wurde ein Opfer des Feuers. Inzwischen hat aber auch er wieder neue Triebe, auch wenn das den Sitzkomfort etwas beeinträchtigt.

Es geht vorbei am Hoyo Negro Krater, der ebenfalls dem Ausbruch des San Juan zu verdanken ist, der damals drei Ausbruchstellen hatte. Er bricht von Jahr zu Jahr mehr ein und der Wanderweg wurde schon etliche Male verlegt, weil ihn die Erosion gefressen hatte.

Endlich ist der Lavasee erreicht…

…von wo der Weg weiter führt am Duraznero vorbei bis hinunter nach Fuencaliente.

Wir hatten ohnehin vor, den Weg nur bis hierhin zu gehen, allerdings steigt in der Ferne auch wieder die Cascada auf, weshalb wir uns wieder auf den Rückweg machen, wo noch wolkenloser Himmel lockt.

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