La Palma 2014 – vorerst letzte Wanderung…

Heute hatten wir eine ganz tolle Wanderung vor und das Wetter spielte auch mit. Wir wollten von Puntagorda aus die rund 4,5 km (aber dabei ca. 700m Höhenunterschied) bis zum alten Hafen über einen malerischen Wanderweg hinabsteigen und auf der anderen Seite wieder eine ähnlich lange Strecke hoch. Leider kam es anders…

Aber der Reihe nach. Etwa vom alten Rathaus in Puntagorda starteten wir planmäßig talwärts, zunächst noch auf der Dorfstraße…

…bald aber in malerischem Gelände mit ständigem Blick auf das unverschämt blaue Meer, vorbei an Gärten und Plantagen, oder auch einfach nur Opuntien, die sich seit der Zeit, als La Palma noch mit der Zucht der Cochenille-Laus etwas Geld machen konnte, überall im unwegsamen Gelände verbreitet haben.

Mehrfach überqueren wir dabei die Straße, die für die Autos zum Hafen führt und irgendwann verlassen wir den uralten Fußweg…

…und laufen entlang einer Bananenplantage auf einer recht steilen Betonpiste, die der Plantagenbesitzer wohl angelegt hat, damit man die reifen Bananenstauden in die Lastwagen verladen kann.
Der Straßenbelag ist – wie hier üblich – mit kleinen Vulkansteinchen belegt, die auf der flachen Strecke eher unbemerkt bleiben, hier am Hang aber gelegentlich beschleunigend auf Fußgänger wirken können, was mir wieder einfällt, als ich am Boden liege und nicht mehr aufstehen kann. Hier sitze ich mit unbrauchbarem Fuß auf der Plantagenmauer und hoffe, daß die Frau irgendwo unten Hilfe findet, denn ich kann keinen Meter mehr gehen:

Was folgt, ist eine rührende Hilfsaktion der Plantagenarbeiter, die uns mit ihrem Pickup zurück nach Puntagorda zum centro medico bringen, wo man uns mitteilt, daß man uns dort auch nicht helfen kann, da man es aufgrund der mittlerweile heftigen beidseitigen Gelenkschwellung als notwendig erachtet, daß geröntgt wird…aber hier hat man kein Gerät. In Los Llanos hat man eins, da sollen wir hinfahren…ein Glück, daß wir dieses Jahr erstmals beide Führerscheine im Mietwagenvertrag haben eintragen lassen und eine Stunde später in der Clinica von Los Llanos eintreffen. Dort ist man sehr nett und ich bekomme sogar einen Rollstuhl. Ja, das muß man röntgen, sagt der Arzt, der etwas englisch spricht, aber das Röntgengerät muß er jetzt erst vorheizen. Nach 20 Minuten ist es wohl warm genug und er macht mit einem Gerät, das eher wie ein Beutestück aus dem ersten Weltkrieg aussieht, drei für mich recht schmerzhafte Aufnahmen, denn der Fuß muß in allen Perspektiven bündig auf der Fotoplatte (!) aufliegen. Sowas lästiges wie Bleischürzen gibt es hier nicht, aber die entwickelten Aufnahmen bekommen wir zu sehen…allerdings sind sie nach meiner zugegebenermaßen laienhaften Einschätzung sehr unscharf und ich glaube insofern einfach, daß das ein Fuß ist, was ich da sehe. Der Arzt versichert uns, daß er keinen glatten Bruch erkennen kann, einen Kapselriß kann er aber nicht ausschließen und Sehnen sieht man auf Röntgenbildern eh nicht. Ich schließe mich deshalb ganz optimistisch mal der Vermutung an, daß es nur eine beidseitige Sehnenüberdehnung ist, da ich aber am gleichen Fuß bereits einen doppelten Bruch erlebt habe, kann ich vergleichend sagen, daß das hier deutlich schmerzhafter ist und…was es auch sei…auftreten kann ich jedenfalls nicht damit. Ich soll viel kühlen, das hilft am besten…

Wir haken also die restlichen Tage als Wanderurlaub ab und ich mache notgedrungen endlich auch mal ‘Erholungs’-Urlaub auf der Liege mit Meerblick…und kühle!  Bis jetzt war es jedenfalls ein schöner Urlaub und vielleicht bin ich ja nächstes Jahr wieder fit für Puntagorda…

Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert