Da wir unsere Wanderziele im Norden der Insel derzeit wegen des dort eher regnerischen Wetters noch nicht in Angriff nehmen können, fahren wir heute in die einzige Ecke, der vom Wetterbericht ein regenfreier Tag vorausgesagt ist, in den äußersten Süden nach Fuencaliente. Hier gibt es einen GPS-gestützten Rundweg, der von dem auf über 700m liegenden Dorf vorbei an mehreren Vulkanen bis hinunter zum Leuchtturm am Meer geht…und natürlich auch wieder zurück.
Zwar sind es nur etwas mehr als 12km, aber es geht gleich am Besucherzentrum des Vulkans San Antonio recht steil durch Vulkanschlacke hinab. Der San Antonio ist eigentlich ein eher alter Vulkan, denn sein letzter Ausbruch war 1678, aber da er eben so ein schöner Mustervulkan mit kreisrundem Kraterrand ist, wird er als Touristenattraktion vermarktet…die wir vor 20 Jahren genossen haben und nicht nochmal brauchen…weshalb wir diesmal drumrum gehen.


Der San Antonio wird großzügig umwandert und praktisch querfeldein nähert man sich dem Vulkan Teneguia, wobei man auch einen der typischen palmerischen Wasserkanäle passiert. Im Hintergrund ist schon der Teneguia zu sehen:

Der Teneguia ist der jüngste der zahlreichen palmerischen Vulkane, sein letzter Ausbruch war 1971. Da er seinen Ausbruch nicht ebenso malerisch beendet hat wie der San Antonio, sondern der Krater weitgehend kollabiert ist, kann man ihn zwar teilweise erklettern, aber nicht überqueren.


Nachdem wir den Teneguia passiert haben, geht es weiter abwärts durch die Pillenschlacke, was nicht unanstrengend ist, aber der plötzlich für kurze Zeit freie Blick auf den Teide vom benachbarten Teneriffa ist es wert. Ganz unten ist bereits der Leuchtturm zu ahnen…


Nach einer gefühlten Ewigkeit kommen dann doch der alte und der neue Leuchtturm in Sicht…

Hinter den Leuchttürmen sind die Salinen von La Palma, wo Meersalz gewonnen wird…

…und von wo aus man jetzt hochschauen kann auf die Vulkane, wo wir herkamen.

Nach einer kurzen Rast geht es dann wieder auf den Rückweg, der sich als äußerst anstrengend herausstellt, weil man bei der stellenweise starken Steigung in der Pillenschlacke kaum voran kommt…

…aber irgendwann sind wir dann doch in der letzten Kurve und schauen noch einmal runter…da gaaanz unten, da waren wir vor ein paar Stunden.
