La Palma 2014 – Heimflug mit Hindernissen bzw. Behinderung…

Kaum zu erahnen, was einen so ein kaputter Fuß beeinträchtigen kann…

Nach dem Kraftakt, mit den Krücken bis zum Parkplatz zu kommen, war ich erstmal fertig mit der Welt. Die Fahrt zum Flughafen von Santa Cruz verlief dann zwar reibungslos, dort in der Tiefgarage war es dann aber wieder vorbei mit der Leichtigkeit des Seins. Der Gepäck beladene Trolley passte schon alleine kaum in den Fahrstuhl, mit mir und meinen Krücken war es dann aber mehr als abenteuerlich.
In der Abflughalle fanden wir aber recht schnell den Rotkreuz Schalter, wo uns auch ein junger Mann gleich problemlos einen Rollstuhl anbot, den er dann auch selbst zum Check-In Schalter von Condor fuhr. Nach kurzem Gespräch mit der Dame am Schalter erfuhr er, daß man derzeit den Flug nach Stuttgart einchecke, der Düsseldorfer käme erst danach, weshalb er mich dort irgendwo am Rand parkte…und nicht mehr gesehen ward.

Nach einer Viertelstunde fragten wir dann selbst nach…ja, man werde uns jetzt gleich einchecken. Nach weiteren 10 Minuten war es dann auch so weit und wir versuchten, der Spanierin unser Anliegen klarzumachen, daß wir einen Sitz mit etwas mehr Beinfreiheit – z.B. vor den Türen oder in der vordersten Reihe – schön fänden…nein, das sei leider schon alles ausgebucht, aber einen C-Sitz am Gang konnte sie uns anbieten.
Inzwischen war eine Flughafen-Angestellte aufgetaucht, die mich mitsamt Rollstuhl wieder zurück zum Rotkreuz-Schalter schob, wo ich erst einen Antrag ausfüllen mußte, von dem ich dann auch einen Durchschlag bekam. Jetzt war ihr Schiebe-Auftrag hochoffiziell und sie streifte sich über ihre Uniform noch eine rot leuchtende Weste, die sie als emergency staff auswies. Immerhin wurden wir damit durch die Personenkontrolle geschoben und durften als erste in den Flieger einsteigen, wozu ich sogar bis zur Einstiegsluke geschoben wurde.
Ärgerlich fand ich im Flieger die Tatsache, daß die Sitze in der ersten Reihe durchaus nicht belegt waren, aber da war es auch schon egal. Die 4,5 Stunden waren unter den Bedingungen zwar jenseits von angenehm, immerhin konnte ich aber ab und zu mal den Fuß in den Gang strecken und in Düsseldorf erwartete mich aufgrund des Mailverkehrs mit Condor am Ausstieg ebenfalls ein Rollstuhl mit Fahrer, der uns sowohl zum Gepäckband als auch anschließend bis in die Tiefgarage des Hotels brachte.

Eineinhalb Stunden später waren wir zu Hause und jetzt heißt es warten. Warten auf die Ausheilung, was mir mit mindestens 6 Wochen avisiert wurde und warten aufs nächste Jahr…den Weg bei Garafia würde ich dann gerne nochmal gehen…diesmal hoffentlich ohne eingesprungene Sitzpirouette…

Nachtrag am 20.02.2014:
Der Unfall ist heute genau einen Monat her. Der Bluterguss hat sich mittlerweile weitgehend aus dem Fuß zurückgezogen und es ist nur noch eine Stelle an der Wade bunt…wahrscheinlich weil der Fuß relativ oft dort aufliegt. Ich kann aber immerhin schon alleine die Treppe (zumindest hoch)gehen und in der Wohnung auch ohne Krücken so recht und schlecht rumhumpeln…richtig laufen ist aber noch nicht.
Die prognostizierten 6 Wochen scheinen sich tatsächlich zu bewahrheiten…hätte ich im Leben nicht gedacht, daß das so lange dauern würde…

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