Heute ist zum einen Erholungstag und zum anderen relativ gutes Wetter, weshalb wir zunächst die 40 Minuten Fahrt nach Palma auf uns nehmen, um letzte Vorräte einzukaufen. Der riesige Supermarkt ist heute am Samstag brechend voll, so daß wir froh sind, als wir wieder raus sind. Da es beim ersten Besuch von Palma geregnet hatte, konnten wir uns den berühmten Strand nicht anschauen, jetzt sind wir eh schonmal hier, da bietet sich ein Abstecher nach s’Arenal an.
Schon die Gegend, in der wir unser Auto abstellen, macht einen ziemlich ärmlichen und heruntergekommenen Eindruck, das hatten wir so nicht erwartet. Nach zwei Sträßchen sind wir dann an der riesigen Bucht vor Palma, etwa auf Höhe des Balneario 02, dem zweiten von 15 Strandkiosken, die entlang der Strandpromenade errichtet wurden und die wohl in der Hauptsaison stark frequentiert sind. Jetzt scheinen sie aber alle geschlossen zu sein und auch sowohl Strand als auch Promenade sind trotz 22° nahezu menschenleer.

Eine Schautafel an der Mauer lüftet dann auch endlich das Geheimnis um die Entstehung des Wortes ‘Ballermann’… es scheint schlichtweg die Übersetzung der Spanier von Balneario zu sein, was im Englischen wenigstens noch mit ‘seaside resort services’ übersetzt wird…

Den berühmten Ballermann 6 – eigentlich die Hütte ‘balneario 06′ – versucht man derzeit ganz offenbar mit einem neuen Image auszustatten. Er ist als einziger von den 15 Strandkiosken noch geöffnet, ist jetzt aber hinter Glasscheiben sittsam eingedeckt und livrierte Kellner servieren Kaffee.

Etwa zwischen Balneario 5 und 6 erstreckt sich dann das ‘deutsche Viertel’, eine wirklich bemerkenswerte Exportleistung deutschen Kulturgutes. Uns reicht es aber, ‘Oberbayern’ und ‘Schinkenstrasse’ von weitem zu sehen und wir kehren um…hoffentlich ist wenigstens das Auto noch da…
Auf der Rückfahrt in unsere hinterwäldlerische Bergregion machen wir kurz halt in dem unserem Haus nächstgelegenen Dörfchen Banyalbufar, wo wir mal bis zum Hafen runtergehen wollen.
Der Hang ist hier in Terrassen angelegt, die teils bebaut und teils mit Wein bepflanzt sind. Links unten der kleine Fischerhafen.

Ein ‘Haus mit Meerblick’ kann hier sicher ein Traum sein…im guten oder im schlechten Sinne.
Hier sieht man im Vordergund eine unvollendete Bauruine, oben links kann man dagegen ein Haus auf einem Felsvorsprung mitten im bewaldeten Berg sehen.

Das Haus im Hügel ist vielleicht das Traumhaus des Erbauers gewesen…

…die Bauruine dagegen wurde aus irgendeinem Grund nie fertiggestellt und jemand (der Bauherr?) hat an die Wand geschrieben: ‘es war alles nur ein Traum…’

Wir beeilen uns, rechtzeitig zum Sonnenuntergang zu Hause zu sein, überraschenderweise soll es jetzt doch morgen auch noch schön werden, so daß wir vielleicht noch eine letzte kleinere Wanderung einplanen können, bevor es am Montag zurückgeht.